Was tun, wenn ich einen Fall von Tier­quä­le­rei sehe?

Kater­chen, völ­lig abge­ma­gert.

Was tun, wenn Sie den Ein­druck haben, dass Tie­re miss­han­delt, gequält oder nicht art­ge­recht gehal­ten wer­den und Sie das anzei­gen möch­ten?

Sind Sie Zeu­gin oder Zeu­ge einer Tier­quä­le­rei, kön­nen Sie unter genau­er Anga­be von Ort, Zeit und Per­so­nen Anzei­ge erstat­ten. Beweis­kräf­ti­ge Fotos sind dabei eine wert­vol­le Hil­fe.

Sind Ihnen Miss­stän­de bekannt, die sich nicht ohne wei­te­res abstel­len las­sen, wen­den Sie sich bit­te an das zustän­di­ge Amt für Vete­ri­när­we­sen und Ver­brau­cher­schutz. Die­ses ist ver­pflich­tet, der Sache nach­zu­ge­hen und erfor­der­li­chen­falls Abhil­fe zu schaf­fen.

Über­sicht: Vete­ri­närs­äm­ter des Lan­des Hes­sen

Wie zei­ge ich einen Tier­schutz­fall an?

Zustän­dig­kei­ten

Fol­gen­de Punk­te soll­ten Sie beach­ten


  • Ihre Anzei­ge soll­te in jedem Fall schrift­lich for­mu­liert wer­den und muss an das für Sie zustän­di­ge Vete­ri­när­amt gerich­tet sein.
  • Wich­tig ist, dass Sie genaue Anga­ben über Ort, Zeit, Art und Ablauf des Vor­falls machen kön­nen. Soll­ten Sie kei­ne genaue pos­ta­li­sche Anschrift des Stand­or­tes nen­nen kön­nen, ist eine genaue Weg­be­schrei­bung erfor­der­lich, damit eine Kon­trol­le durch das Vete­ri­när­amt bzw. durch den Amts­tier­arzt erfol­gen kann.
  • Auch Anga­ben über betei­lig­te Per­so­nen sind wich­tig. Wenn es außer Ihnen noch wei­te­re Zeu­gen gibt, soll­ten auch die­se per­sön­lich ihre Ein­drü­cke zu Pro­to­koll geben. Lie­gen Ihnen Fotos des Vor­falls oder ande­re Beweis­mit­tel wie bei­spiels­wei­se Video­auf­nah­men vor, oder kön­nen Sie eige­ne Zeich­nun­gen machen, ist dies meist sehr hilf­reich.
  • Sehr nütz­lich kann es auch sein, wenn Sie eine eides­statt­li­che Ver­si­che­rung über Ihre Aus­sa­ge abge­ben.
  • Das zustän­di­ge Vete­ri­när­amt geht zwar auch anony­men Hin­wei­sen nach, trotz­dem ist es rat­sam, wenn Sie sich als Zeu­ge zur Ver­fü­gung stel­len.

Wenn Sie den Ein­druck haben, dass Tie­re miss­han­delt, gequält oder nicht art­ge­recht gehal­ten wer­den, und Sie das anzei­gen möch­ten, wen­den Sie sich bit­te hier an das für Sie zustän­di­ge Vete­ri­när­amt bei Ihrem Land­rats­amt oder bei Ihrer Stadt.

Die­ses stellt fest, ob gegen Bestim­mun­gen des Tier­schutz­ge­set­zes ver­sto­ßen wur­de und lei­tet die ent­spre­chen­den Maß­nah­men ein. Ist die zustän­di­ge Tier­schutz­be­hör­de nicht erreich­bar, unmit­tel­ba­res Han­deln aber not­wen­dig ist, so wen­den Sie sich an die ört­li­che Voll­zugs­po­li­zei.

Die Vete­ri­när­äm­ter sind nicht zustän­dig für Beschwer­den über den Lärm von Tie­ren (z.B. durch lau­tes Bel­len) sowie für bis­si­ge und gefähr­li­che Tie­re. Hier­für zustän­dig sind die Ord­nungs­äm­ter bei Ihrer Kom­mu­ne.

Rechts­grund­la­gen

  • Tier­schutz­ge­setz und sei­ne Ver­ord­nun­gen

Sons­ti­ge Infor­ma­tio­nen

Nütz­li­che Infor­ma­tio­nen erhal­ten Sie auch in der Bro­schü­re ‚Inhalt tier­schutz­re­le­van­ter Straf­an­zei­gen’, die Sie beim Nie­der­säch­si­schen Minis­te­ri­um für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft, Ver­brau­cher­schutz und Lan­des­ent­wick­lung erhal­ten.