Kat­zen in der Nach­bar­schaft

Nachbars Katze im Garten

Auf dem Land ist es fried­lich – meint man. Doch gibt es auch hier gespal­te­ne Lager. Da ist Herr Mül­ler, der sei­ne Kat­ze Min­ka liebt und ihr größt­mög­li­chen Aus­lauf bie­tet. Und dann ist da der Nach­bar, Herr Mei­er, der sei­ne Gemü­se­bee­te liebt, die aller­dings Teil von Min­kas Aus­lauf sind. Regel­mä­ßig gibt es Stunk, weil Herr Mei­er Min­kas Hin­ter­las­sen­schaf­ten in den Bee­ten fin­det. Es gab mal eine Zeit, da moch­te Herr Mei­er Kat­zen auch, heu­te mag er sie nicht mehr. Doch so weit muss es nicht kom­men!

War­um geht die Kat­ze beim Nach­barn „aufs Klo“?

Wenn Min­ka für ihre Geschäf­te lie­ber den Gar­ten des Nach­barn nutzt, gibt es dafür Grün­de. Für ihr Geschäft – der größ­te Streit­punkt – nut­zen Kat­zen ger­ne das rich­ti­ge Ört­chen. Dabei sind sie wäh­le­risch, und wenn die Gege­ben­hei­ten beim Nach­barn bes­ser sind, wird Min­ka auch wei­ter­hin die­sen Platz bevor­zu­gen.  Kat­zen lie­ben für ihre Toi­let­ten­gän­ge einen wei­chen Boden. Je fluffi­ger er ist, des­to bes­ser. Sie müs­sen gra­ben kön­nen und weich ste­hen. Was eig­net sich dafür bes­ser als ein frisch ange­leg­tes Beet?!

Muss ich selbst ein Beet anle­gen?

Ein schö­nes Beet mit hüb­schen Blu­men dient sicher­lich nicht nur der Ästhe­tik, son­dern auch Insek­ten, aber wenn es nur dar­um geht, Ihrer Kat­ze den eige­nen Gar­ten schmack­haft zu machen, kön­nen Sie bes­ser ein Kat­zen­klo für sie auf­stel­len.  Ist Ihre Kat­ze ein Frei­gän­ger und hat einen Platz gefun­den, der  ihrem Anspruch genügt, wird sie ver­mut­lich dar­auf anspre­chen.  Fül­len Sie das Kat­zen­klo ger­ne mit locke­rer, fri­scher Erde und schon haben Sie ein unauf­wen­di­ges „Beet“ geschaf­fen – nur für Min­ka. Aller Wahr­schein­lich­keit nach lässt Sie das des Nach­barn künf­tig links lie­gen.

Wie gestal­te ich den eige­nen Gar­ten für mei­ne Kat­ze inter­es­sant?

Je attrak­ti­ver der eige­ne Gar­ten für eine Kat­ze ist, des­to weni­ger Inter­es­se wird sie haben, die­sen zu ver­las­sen, um sich in der Nach­bar­schaft aus­zu­to­ben. Dazu müs­sen Sie noch nicht ein­mal ein Künst­ler am Hand­werk sein. Mit ein­fa­chen Hand­grif­fen kön­nen Sie einer Kat­ze ein klei­nes Para­dies schaf­fen.  Wich­tig für Kat­zen sind erhöh­te Rück­zugs­mög­lich­kei­ten, die sie zum Ruhen und Beob­ach­ten nut­zen. Gibt es sol­che Plät­ze nicht bereits in Form von Bäu­men oder geeig­ne­ten Sträu­chern, kann ein in den Boden gehaue­ner Pfahl mit einer auf­ge­schraub­ten Lie­ge­flä­che wah­re Wun­der bewir­ken. Wenn Sie „eine Eta­ge tie­fer“ eine Höh­le anbrin­gen, die bei­spiels­wei­se über eine Hüh­ner­lei­ter zu errei­chen ist, soll­ten Sie sich schon bald dar­über freu­en kön­nen, wie Min­ka von dort aus Ihrem Nach­barn nur mehr beim Pflan­zen zusieht.

Höh­len kön­nen Sie außer­dem in Form von Holz­kis­ten oder Ähn­li­chem im Gar­ten ver­tei­len. Auch ein­fa­ches „Raschel­werk“ wie Papier, Foli­en, Bän­der und Ähn­li­ches kön­nen die Kat­ze nicht nur im Haus, son­dern auch drau­ßen begeis­tern. Sol­che Mate­ria­li­en soll­te man aller­dings abwech­selnd ein­set­zen, damit sie nicht lang­wei­lig wer­den. Über­ra­schen Sie Ihre Kat­ze, sie wird es Ihnen dan­ken.

Was kann der Nach­bar tun?

Machen Sie es der Kat­ze in Ihren Bee­ten unge­müt­lich. Decken Sie sie mit einem Schutz­netz ab, das bei­spiels­wei­se fri­sche Saat auch gleich­zei­tig gegen Vogel­fraß schützt, oder decken Sie Bee­te mit piek­sen­den Ästen von Nadel­bäu­men ab. Kat­zen mögen es weich, um einen sta­che­li­gen Unter­grund wer­den sie sicher­lich einen Bogen machen.

Han­deln auch Sie bit­te recht­zei­tig!

Info­blatt


Gestal­tung und Pro­duk­ti­on des Fly­ers: Bausch und Part­ner, Birstein

Als betrof­fe­nem Nach­barn raten wir Ihnen, sich frü­hest­mög­lich an den Kat­zen­be­sit­zer zu wen­den. Zie­hen Sie in Erwä­gung, dass Ihr Nach­bar gar nichts von den Besu­chen sei­ner Kat­ze bei Ihnen weiß. War­ten Sie des­halb nicht bis Ihre Emo­tio­nen kochen, denn auf fried­li­che Wei­se lässt sich in der Regel mehr erzie­len.   Ver­let­zen Sie die Kat­ze auf gar kei­nen Fall! Abge­se­hen davon, dass Sie damit gegen gel­ten­de Tier­schutz-, mög­li­cher­wei­se sogar Jagd­ge­set­ze ver­stie­ßen, die recht­li­che Kon­se­quen­zen nach sich zie­hen, trä­fen Sie damit in jedem Fall die Fal­schen.

Kat­zen han­deln nach Instinkt. Ver­nunft kön­nen Sie nur vom Hal­ter erwar­ten!

Auf gute Nach­bar­schaft!