Gly­pho­s­at­hal­ti­ge Unkraut­ver­nich­ter

Verzichten Sie auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzzengiften im Garten

Sie besit­zen oder pach­ten einen Gar­ten, betreu­en Wohn­an­la­gen, Haus­gär­ten oder Grün­an­la­gen? Dann haben Sie sich sicher­lich schon oft Gedan­ken gemacht, wie Sie unlieb­sa­me Unkräu­ter los­wer­den kön­nen. Die „bequems­te“, aber auch gleich­zei­tig gesund­heit­lich und öko­lo­gisch bedenk­lichs­te Art ist der Ein­satz von che­mi­schen Unkraut­ver­nich­tungs­mit­teln wie Roun­dup und ande­ren gly­pho­s­at­hal­ti­gen Pro­duk­ten, die alle Pflan­zen aus­nahms­los abtö­ten. Der Ein­satz von Pflan­zen­ver­nich­tern hat jedoch gra­vie­ren­de

Unser Appel


Ver­zich­ten Sie auf den Ein­satz von che­misch-syn­the­ti­schen Pflanz­zen­gif­ten im Gar­ten. Wen­den Sie die Spritz­mit­tel kei­nes­falls auf Nicht-Kul­tur­flä­chen wie Wegen, Hof- und Tor­ein­fahr­ten an. Denn die Gif­te schä­di­gen Ihre Gesund­heit und die Umwelt!

Fol­gen, denn die Rück­stän­de der Gif­te rei­chern sich im Boden, der Luft, in Lebens­mit­teln, in Gewäs­sern sowie in den Kör­pern der Lebe­we­sen an. Zahl­rei­che wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en bele­gen die gefähr­li­chen Aus­wir­kun­gen auf die Gesund­heit von Mensch, Tier und Umwelt. Gly­pho­sat kann das Hor­mon­sys­tem stö­ren oder Krebs­er­kran­kun­gen, Zell­tod, Frucht­bar­keits­stö­run­gen, Schä­di­gun­gen des Erb­guts, der Embryo­nal­ent­wick­lung, der Leber und der Nie­re zur Fol­ge haben. Wei­ter­hin schä­di­gen gly­pho­s­at­hal­ti­ge Mit­tel das Boden­le­ben, för­dern krank­heits­er­re­gen­de Pil­ze, beein­träch­ti­gen die Auf­nah­me von Mikro­nähr­stof­fen sowie die Krank­heits­ab­wehr der Pflan­zen und redu­zie­ren die Arten­viel­falt. Beson­ders gif­tig ist Gly­pho­sat für Amphi­bi­en, Fische und ande­re Was­ser­or­ga­nis­men.

Neben den direk­ten toxi­schen Effek­ten gefähr­det Gly­pho­sat Flo­ra und Fau­na indi­rekt und verin­gert die Arten­viel­falt. Mit der Wild­kraut­flo­ra gehen Nah­rungs­quel­len und Lebens­räu­me ver­lo­ren, ein Effekt, der dra­ma­tisch unter­schätzt wird. Der TEEB-Bericht (The Eco­no­mics of Eco­sys­tems and Bio­di­ver­si­ty) gibt dem Ver­lust der bio­lo­gi­schen Viel­falt einen Preis und stellt fest, dass die Erhal­tung von Öko­sys­te­men fast immer kos­ten­güns­ti­ger ist als alle Bemü­hun­gen, sie im Nach­hin­ein wie­der her­zu­stel­len.

Wenn man nicht ver­zich­ten will, soll­te man Fol­gen­des unbe­dingt beach­ten:

  1. Die Anwen­dung auf ver­sie­gel­ten Flä­chen ist ver­bo­ten. Dazu gehö­ren:
    • gepflas­ter­te oder geteer­te Wege
    • mit Kies und Schot­ter aus­ge­leg­te Wege
    • Tor-, Hof- und Gara­gen­ein­fahr­ten
    • Ter­ras­sen
  2. Eben­so ist das Aus­brin­gen in der Nähe von Gewäs­sern ver­bo­ten.

In Deutsch­land exis­tie­ren etwa eine Mil­li­on Klein­gär­ten und ca. 17,3 Mil­lio­nen Haus­gär­ten, die zusam­men rund 930.000 Hekt­ar Flä­che umfas­sen. Dar­auf wer­den Jahr für Jahr mehr als 4500 Ton­nen Pes­ti­zi­de aus­ge­bracht – eine unglaub­li­che Men­ge an Gift, die sich leicht ver­mei­den lie­ße. Hel­fen Sie mit.

Öko­lo­gi­sche Alter­na­ti­ven

Es gibt eine Rei­he bewähr­ter, gift­lo­ser Alter­na­ti­ven, um Wild­kraut­be­wuchs ein­zu­däm­men. Uner­wünsch­te Pflan­zen kön­nen besei­tigt wer­den durch

  • mecha­ni­sche Mass­nah­men (z.B. durch Jäten, Fugen­krat­zer) oder
  • ther­misch Mass­nah­men (z.B. mit Hil­fe von hei­ßem Was­ser, Dampf oder Heiß­luft).

In ihrem Wachs­tum erheb­lich redu­ziert wer­den kön­nen uner­wünsch­te Pflan­zen durch

  • Abde­cken mit Stroh- oder Rin­den­mulch oder
  • das Anpflan­zen von Misch­kul­tu­ren.

Eine wei­te­re Opti­on wäre, die Natur ein­fach mal Natur sein zu las­sen – weg von „per­fek­ten“ hin zu natur­be­las­se­nen Flä­chen. Bei der Gestal­tung kann bei­spiels­wei­se Kalk­stein genutzt wer­den, um nach­hal­tig den Bewuchs mit Bei­kräu­tern zu regu­lie­ren.

Quel­len: Umwelt­in­sti­tut, NABU