Das Pro­blem

Vie­le Men­schen lie­ben klei­ne Kätz­chen und träu­men vom Nach­wuchs der eige­nen, ein­zig­ar­ti­gen Kat­ze, die sie so sehr ins Herz geschlos­sen haben. Lei­der wer­den vie­le Fak­to­ren dabei aus dem Auge gelas­sen:

Eine Kat­ze bekommt in der Regel meh­re­re Jun­ge auf ein­mal. Die Babys wach­sen rasend schnell und sind nur eine rela­tiv kur­ze Zeit süße klei­ne Kit­tens. Rasch wer­den dar­aus erwach­se­ne Kat­zen, brau­chen alle ein Zuhau­se und jede für sich aus­rei­chend Platz.

Letzt­lich sind auch die­se frucht­bar und kön­nen sich rasan­ter wei­ter ver­meh­ren als man es sich wünscht.

In vie­len Fäl­len kann nicht garan­tiert wer­den, für jedes klei­ne Kätz­chen ein gutes Zuhau­se zu fin­den. Eben­so wenig kann man sicher­ge­hen, dass in einem neu­en Zuhau­se dar­auf geach­tet wird, dass der neue Haus­be­woh­ner sich dort nicht unkon­trol­liert wei­ter ver­mehrt.

Wie rasant ver­meh­ren sich Kat­zen

Lei­der besteht immer auch die Mög­lich­keit, dass einem Besit­zer sein Tier im Unter­halt zu teu­er wird und er es in ein Tier­heim abschiebt. Da alle Tier­hei­me stark über­füllt sind, wer­den die Samt­pföt­chen irgend­wo hin gefah­ren, aus­ge­setzt und sich selbst über­las­sen.

Es gibt jedes Jahr immer noch zu vie­le klei­ne Kätz­chen, die kein zuhau­se fin­den. Ver­trau­en Sie also nicht dar­auf, alle Kätz­chen, die Ihre Kat­ze zur Welt bringt, gut unter­brin­gen zu kön­nen. Oft ist das schwie­ri­ger, als man es sich vor­stellt.

Die Fol­gen

Wie der Tabel­le rechts zu ent­neh­men, gehö­ren Kat­zen mit zu den ver­meh­rungs­freu­digs­ten Tie­ren.

Schiebt man der unkon­trol­lier­ten Ver­meh­rung kei­nen Rie­gel vor, ver­liert man den Nach­wuchs sehr schnell aus den Augen. Die Klei­nen wer­den gebo­ren, ohne dass jemand das mit­be­kommt, und sind von dem Tag an den Lau­nen der Natur aus­ge­setzt. Dazu gehö­ren auch Schäd­lin­ge und Krank­hei­ten, um die sich nie­mand küm­mern kann, solan­ge er vom wil­den Nach­wuchs nichts weiß.

Den­ken Sie immer dar­an, dass, anders als Wild­kat­zen, die seit jeher an die Natur ange­passt sind, unse­re domes­ti­zier­ten Kat­zen gene­tisch nicht die nöti­ge Aus­stat­tung mit­brin­gen, um ein Leben in völ­li­ger Wild­nis zu bestehen.

Letzt­lich kön­nen sie gesund­heit­lich auch zur Gefahr für Frei­gän­ger wer­den: Kat­zen­seu­che und Kat­zen­schnup­fen sind lei­der die Regel bei wil­den, frei­lau­fen­den Kat­zen in unse­rer Regi­on.

Bereits wenn ihr ers­ter Wurf 4 – 6 Wochen alt ist, kann eine Kat­ze schon wie­der träch­tig wer­den.
Han­deln Sie also recht­zei­tig!

Fra­gen Sie auch Ihren Tier­arzt.