Warum brauchen wir Pflegestellen?

Manchmal erwischt es Schnuffi oder Minka eiskalt. Herrchen oder Frauchen stirbt oder kann sich krankheitsbedingt nicht mehr kümmern. Ein neues Heim findet sich nicht gleich. Dann muss das Tier in ein Tierheim. Viel schöner und stressfreier ist es für so ein bedauernswertes Tier, wenn es in eine liebevolle Pflegestelle kommt, bis eine neue Heimat gefunden ist.

Manchmal ist es auch ein Wurf ausgesetzter Katzenbabys, der schnell untergebracht werden muss. Manchmal werden die Tiere nicht artgerecht gehalten. Es gibt unzählig viele Lebensgeschichten, warum ein Tier sein Zuhause verlassen muss und schnell eine neue Bleibe braucht.

Möchten Sie eine Pflegestelle sein?

Wenn Sie einen Hund, eine oder gar mehrere Katzen oder andere Kleintiere für eine gewisse Zeit, oftmals nur wenige Wochen, bei sich aufnehmen können, erhöht es die Chancen auf eine passende Vermittlung. Das Tier ist in einer persönlichen Umgebung, hat eine Bezugsperson und wird Ihnen viel Freude bereiten.

Möchten Sie einem heimatlosen Tier vorübergehend ein Zuhause geben? Sie haben aber noch keine Erfahrung und wissen nicht, was auf Sie zukommt? Hier finden Sie erste Informationen darüber, was Sie mitbringen sollten.

Voraussetzungen

1. Herz und Verstand

Um eine Pflegestelle anzubieten, sollten Sie ein großes Herz für Tiere haben. Der Grund für eine Pflegestelle sollte Tierschutz sein. Behandeln Sie das Pflegetier so, als wäre es Ihr eigenes. Es gibt nur einen wesentlichen Unterschied: Planen Sie von Anfang an ein, sich wieder von dem Tier zu trennen!

2. Zeit

Je nach Pflegetier ist ein unterschiedlicher Zeitaufwand einzuplanen: Ein Hund braucht mehr Aufmerksamkeit – auch schon durch das Gassi gehen. Eine Katze und Kleintiere jedoch mögen lieber erst einmal in Ruhe gelassen werden, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Lernt man das Tier genauer kennen, kann einem potentiellen Interessenten mehr über die Eigenheiten des Tieres gesagt werden.

3. Ausdauer

Es ist nie vorhersehbar, wie schnell ein Tier vermittelt werden kann. Häufig werden schon nach kurzer Zeit Interessenten ausgemacht, manchmal kann es aber auch mehrere Wochen oder Monate dauern, bis das Tier endgültig vermittelt ist. Alles das sollte man einplanen, wenn man sich als Pflegestelle zur Verfügung stellen will. Eine Pflegestelle ist nur dann eine echte Hilfe, wenn das Tier bis zur endgültigen Vermittlung dort untergebracht werden kann.

4. Platz

Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Platz haben und das Tier sich auch zurückziehen kann. Bei Mietraum sollten Sie unbedingt eine schriftliche Genehmigung des Vermieters einholen.

5. Geld (für das Futter)

Für die Zeit, in der das Tier bei Ihnen ist, tragen Sie die Verantwortung für Ihren Pflegling. Kalkulieren Sie ein, dass Sie unter Umständen für einen längeren Zeitraum für das Futter aufkommen müssen. Die übliche Katzenausstattung kann mit wenig Geld und viel Fantasie selbst gebaut werden. Dabei inspirieren wir Sie gerne. Im Vereinsnetzwerk findet sich auch das Eine oder Andere, das ausgeliehen werden kann.

Die Tiere kommen in einem guten und tierärztlich versorgten Zustand in die Pflegestellen. Trotzdem kann eine tierärztliche Behandlungen notwendig werden. Die Kosten dafür werden nach vorheriger Absprache vom Verein übernommen. Eine Ausnahme liegt selbstverständlich dann vor, wenn Gefahr im Verzug ist. Natürlich freut sich unser Budget darüber, wenn die Pflegestelle freiwillig einen Teil dieser Kosten übernimmt, dies ist jedoch keine Bedingung.

Was wir bieten

Sie bekommen natürlich unsere Unterstützung im alltäglichen Umgang mit dem Pflegestellentier. So steht Ihnen eine/n Ansprechpartner/in zur Seite, um sich Rat zu holen.

Wie geht es weiter?

Nun haben Sie erste Informationen darüber, was es bedeutet, eine Pflegestelle anzubieten. Ihre individuellen Fragen beantworten wir Ihnen gerne im persönlichen Gespräch. Rufen Sie uns an, schreiben Sie uns eine Email oder einen Brief:

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