Sommerzeit - Achtung Madenbefall!

Es kann so rasant ver­lau­fen.  Mor­gens siehst Du nichts und abends ist das Tier nicht mehr zu ret­ten. Haben wir um die­se Jah­res­zeit fast täg­lich in der Pra­xis. Aber die meis­ten kön­nen wir ret­ten.“

Madenbefall (Myiasis) - Was tun?

In der Som­mer­zeit kommt es beson­ders häu­fig bei Kanin­chen und Meer­schwein­chen in Aus­sen­hal­tung zu Maden­be­fall. Gold-, Schmeiß­flie­gen etc. legen ihre Eier bevor­zugt am After sowie an ver­ko­te­ten Stel­len und in Haut­lä­sio­nen (Ver­let­zun­gen der Haut) ab. Die Maden son­dern Sekre­te ab, die Schmer­zen redu­zie­ren und die Tie­re put­zen sich des­halb nicht rich­tig an der befal­le­nen Stel­le. Inner­halb kür­zes­ter Zeit kön­nen die Maden aus die­sen Eiern schlüp­fen. Anschlie­ßend ernäh­ren sie sich vom Gewe­be und den Haut­se­kre­ten d. h., sie fres­sen sich tief in das Fleisch rund um den After­be­reich oder um den ver­letz­ten Bereich.

Es kommt zu mas­si­ven Ver­let­zun­gen der Tie­re, zu inne­ren Blu­tun­gen, einer bak­te­ri­el­len Sekun­där­in­fek­ti­on, einer star­ken Schwä­chung. Schlimms­ten­falls zum Tode des Tie­res. Betrof­fen sind haupt­säch­lich älte­re, lang­haa­ri­ge und/oder geschwäch­te Tie­re, die an Durch­fall lei­den oder eine fri­sche Wun­de haben.

Aber auch vie­le ande­re Tie­re sind gefähr­det. Bei lang­haa­ri­gen Tie­ren und noch bewoll­ten Scha­fen soll­te man das Fell vor­beu­gend vor allem am Po stut­zen. Ansons­ten muss das Gehe­ge regel­mä­ßig mit sehr war­men Was­ser aus­ge­wa­schen und zusätz­lich Flie­gen­git­ter ange­bracht wer­den.

Was tun?

Kon­trol­lie­ren Sie täg­lich Ihre Tie­re auf Maden­ei­er (die Eier sind meist als klei­ne wei­ße Punk­te im Fell zu erken­nen) oder geschlüpf­te Maden (dick­li­che, klei­ne, wei­ße Würm­chen). Sofern ein Befall vor­liegt, soll­ten die sicht­ba­ren Maden ent­fernt und danach unver­züg­lich ein Tier­arzt auf­ge­sucht wer­den. Die­ser wird die Wun­de rei­ni­gen und ein geeig­ne­tes Mit­tel gegen Maden ver­ab­rei­chen.