Schwalben

Schwalben - vom Glücksbringer zum Schmutzfink?

Es wird Früh­ling - die Schwal­ben kom­men zurück! Wäh­rend sich die meis­ten Men­schen über den Anblick und das mun­te­re Gezwit­scher der klei­nen Luft­seg­ler freu­en, sind sie man­chen Haus­ei­gen­tü­mern wegen der mög­li­chen unlieb­sa­men Hin­ter­las­sen­schaf­ten an der Haus­wand eher unwill­kom­men. Unse­ren Vor­fah­ren gal­ten am Haus nis­ten­de Schwal­ben Glücks­brin­ger.

Schwal­ben, natür­li­che Insek­ten­ver­til­ger, gehö­ren zu den geschütz­ten Arten, deren Bestand stän­dig zurück­geht. Sie dür­fen weder bekämpft noch aktiv am Brut­ge­schäft gehin­dert wer­den.

Mehl­schwal­ben pfle­gen ihre Nes­ter über­wie­gend unter Dächern anzu­brin­gen, Rauch­schwal­ben fin­den sich meist in Scheu­nen oder ande­ren geschütz­ten Räu­men, die Ein- und Aus­flug­mög­lich­kei­ten bie­ten.

Nist­ma­te­ri­al wie z.B. Lehm, Sand, Mör­tel, tro­cke­ne Hal­me und Was­ser wer­den mit dem eige­nen zähen Spei­chel ver­mischt und an Wän­de und Bal­ken geklebt, was eine hohe Halt­bar­keit garan­tiert. Zur Innen­ver­klei­dung wer­den wei­che Mate­ria­li­en wie Federn, Hal­me, Fäden u. ä. ver­wen­det.

Wie können wir den Schwalben helfen?

Wir kön­nen die Vögel unter­stüt­zen, indem wir zum Bei­spiel eine Lehm­pfüt­ze im Gar­ten anle­gen und in unse­ren Gär­ten kei­ne insek­ten­schäd­li­chen Sub­stan­zen ein­set­zen. Auch soll­ten wir bei Fas­sa­den­sa­nie­run­gen dar­auf ach­ten, vor­han­de­ne Nes­ter zu erhal­ten und schwal­ben­freund­li­chen Anstrich (kei­ne Disper­si­ons­far­be) zu ver­wen­den. Auch ein Brett­chen oder ein Zim­mer­manns­na­gel als Nest­un­ter­la­ge sind hilf­reich. Wir kön­nen den Vögeln auch künst­li­che Nes­ter anbie­ten. Die­se sind im Fach­han­del oder bei NaBu und BUND-Läden erhält­lich sind. So schaf­fen wir eine Grund­la­ge für Nest­bau und Fut­ter.

Gegen Ver­schmut­zun­gen durch Kot und Nest­tei­le hel­fen ca. 60 cm unter­halb der Nes­ter ange­brach­te Bret­ter. Und Schwal­ben­kot ist übri­gens ein her­vor­ra­gend als Blu­men­dün­ger !

Weitere Informationen:

NABU: Eine Schwal­be macht noch kei­nen Som­mer