Rückblick 2018

Katzenkastration

2018 haben wir ins­ge­samt 103 Wild­lin­ge, davon 59 Kat­zen und 44 Kater kas­triert, gekenn­zeich­net und tier­ärzt­lich behan­delt. Wir haben 24 Kätz­chen aus dem Ver­meh­rungs­kreis­lauf ent­neh­men kön­nen und mit Schutz­ver­trag in lie­be­vol­le Hän­de ver­mit­telt.

Fundtiere

Letz­tes Jahr gab es:

  • 7 Fund­hun­de, die alle inner­halb eines Tages nach Hau­se kamen.
  • 3 Igel und fünf jun­ge Sing­vö­gel, die wir auf­ge­nom­men haben.
  • 1 Raben und zwei Krä­hen konn­ten wir auch ver­sor­gen und wie­der frei­las­sen.

Bericht aus der AG Kastration

Hier beschrei­ben wir nur eine der vie­len Aktio­nen die hin­ter den 103 kas­trier­ten Kat­zen und Katern ste­cken:

Im Herbst 2018 bekam TiNa-Mit­glied Manue­la Mat­scheck einen Hin­weis auf eine Kat­zen­po­pu­la­ti­on in Schlech­ten­we­gen, die sich unkon­trol­liert ver­mehrt. Aus zwei unk­as­trier­ten Kat­zen waren inner­halb eines Jah­res zwölf Tie­re gewor­den. Da die zwei Kat­zen ver­mut­lich aus einem nahe gele­ge­nem Haus­halt stamm­ten und die Bewoh­ner auch die Kat­zen füt­ter­ten, wur­den zuerst mit die­sen Gesprä­che geführt.

Das ist nicht immer eine leich­te Auf­ga­be. Wer sieht sich schon ger­ne als Pro­blem­ver­ur­sa­cher? Weder der/die Tier­schüt­ze­rIn, die den Fin­ger erhebt noch die Kat­zen­hal­ter, die aus den ver­schie­dens­ten Grün­den nicht recht­zei­tig gehan­delt haben.

Die Arbeit der Kas­tra­ti­ons­grup­pe ist es daher nicht „nur“, die Kat­zen zu fan­gen und die­se dann zur Kas­tra­ti­on brin­gen. Meis­tens ver­langt es auch gro­ßes Gespür im Umgang mit den „Kat­zen­hal­tern“, um das Ziel, wei­te­ren Kat­zen­nach­wuchs zu ver­hin­dern, zu errei­chen. Zu dem ist es eine logis­ti­sche Fra­ge - in die­sem Fal­le konn­ten die Kat­zen zur Erho­lung nach dem Ein­griff in einem leer ste­hen­den Haus unter­ge­bracht und dann wie­der zurück­setzt wer­den.

Neben der Kas­tra­ti­on hat Frau Mat­scheck unter­stützt von ihrem Mann im Ort noch Zet­tel ver­teilt, die über die Akti­on und deren Ver­lauf dort infor­mier­ten. All dies ver­langt viel Ener­gie von den akti­ven Mit­glie­dern ab. Neben dem zeit­li­chen, kör­per­li­chen Ein­satz, und zeit­wei­lig vie­len gefah­re­nen Kilo­me­tern, gibt es nicht sel­ten auch Ein­bli­cke in mensch­li­che Schick­sa­le, die auch ver­ar­bei­tet wer­den müs­sen. Über den hier bei­spiel­haft genann­ten Fall berich­te­te auch der Lau­ter­ba­cher Anzei­ger → zum Bericht.

Katzen-Futterstellen

TiNa-Mit­glie­der betreu­en zwei Fut­ter­stel­len mit jeweils ca. 10 zurück­ge­las­se­nen und halb-ver­wil­der­ten Kat­zen.

Zu der Völz­ber­ger Fut­ter­stel­le wur­de eine wei­te­re Fut­ter­stel­le in Rad­mühl ein­ge­rich­tet. Eine alte Dame war ver­stor­ben und ließ ihre ziem­lich scheu­en Lieb­lin­ge zurück. Sig­run Wies - TiNa Mit­glied und Nach­ba­rin der alten Dame - hat kur­zer­hand in ihrem Gar­ten ein Kat­zen­haus ein­ge­rich­tet und küm­mert sich seit­her um die zurück­ge­las­se­nen Tie­re.

 „Cat-Watcher“

In immer mehr Ort­schaf­ten fin­den sich TiNa-Mit­glie­der und TiNa-Freun­de, die die dor­ti­ge Kat­zen­po­pu­la­ti­on beob­ach­ten und auch han­deln, wenn eine unkon­trol­lier­te Ver­meh­rung ansteht. So haben wir Mit­glie­der und auch Nicht-Mit­glie­der, die sich für eine gesun­de Kat­zen­po­pu­la­ti­on an ihren Wohn­or­ten ein­set­zen. Bereits in allen Orts­tei­len von Birstein und Bracht­tal enga­gie­ren sich Kat­zen­schüt­zer. Dar­über hin­aus schau­en in Katho­lisch-Wil­len­roth, Eckard­roth, Mit­tel-See­men und Vol­karts­hain Kat­zen­lieb­ha­ber, danach, dass die unkon­trol­lier­te Ver­meh­rung der Samt­pfo­ten ein Ende hat.

Katzen-Pflegestellen

Wir freu­en uns sehr über eine neue Pfle­ge­stel­le durch ein akti­ves Mit­glied in Bracht­tal. Susan­ne Schmidt hat­te ihre ers­ten Pfleg­lin­ge über­haupt und wur­de gleich vor eine gro­ße Her­aus­for­de­rung gestellt: Die zwei Flau­schis waren zir­ka ein hal­bes Jahr alt und über­haupt nicht zahm. Sie hat die Auf­ga­be mit sehr viel Geduld und Lie­be gemeis­tert und konn­te die Kätz­chen nach gut drei Mona­ten in lie­be­vol­le Hän­de geben.

Inititative Kitzrettung-Hilfe

2018 konn­te eine gute Bilanz gezo­gen wer­den: über 300 Kit­ze und wei­te­re ande­re Jung­wild­tie­re konn­ten Dank der stei­gen­den Zahl an Hel­fer in der Regi­on vor dem gru­se­li­gen Mäh­tod bewahrt wer­den.

Aber es läuft auch nicht immer alles rund. Die Auf­la­gen für Droh­nen­flü­ge über Natur­schutz­ge­bie­ten, von denen es im Vogels­berg vie­le gibt, erlau­ben dort deren Ein­satz nicht. Daher hat­ten sich die Initia­to­ren der Kitz­ret­tung-Hil­fe beim Regie­rungs­prä­si­di­um Kas­sel inkl. dem Regie­rungs­prä­si­den­ten von Gie­ßen ein­ge­fun­den. The­ma: Wie kön­nen die Tier­schutz-Auf­la­gen für Kitz­ret­tungs-Droh­nen­pi­lo­ten in Schutz­ge­bie­ten tier­schutz­ge­rech­ter gestal­tet wer­den?

Aktu­ell gel­ten auch für Kitz­ret­ter die Vor­ga­ben aus dem Luft­fahrt­ge­setz, das über den Hob­by- und Film-/Fo­to-Flug gestülpt wur­de. In letz­te­ren Fäl­len ganz sinn­voll, zum Zweck der Jung­wild­ret­tung nicht. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen

Öffentlichkeitsarbeit

Neben Arti­kel für die Zei­tun­gen und die Web­sei­te, gab es eini­ge Infor­ma­ti­ons­stän­de:

  • Auf dem Kera­mik-Fabrik-Fest in Bracht­tal prä­sen­tier­ten wir TiNa gemein­sam mit dem NaBu Vogels­berg, in Per­son Kath­rin Jakob. Frau Jakob kann zu zu den Fle­der­mäu­sen und Wasch­bä­ren sehr vie­le wert­vol­le Infor­ma­tio­nen geben.
  • Wir hat­ten einen Info­stand beim Rot­wild­he­ge­ring in Bad Orb und auf dem Hof­fest des Hanau­er Jagd­club. Die Schwer­punkt­the­men hier waren Kitz­ret­tung und Wild­warn­re­flek­to­ren sehr kom­pe­tent prä­sen­tiert durch Bar­ba­ra Bausch.
    Das Tier­heim Bir­ken­hof in Nie­der-Moch­stadt fei­ert im August 2018 ein Som­mer­fest und ludt uns ein, uns mit einem Stand zu prä­sen­tie­ren.
  • Schon eine Tra­di­ti­on ist unser Stand mit klei­nem Zoo auf dem Kirch­Maus­Hau­sen-Dorf­fest. Unser Zoo bestehend aus Zie­gen, Scha­fen und Hüh­nern zieht jedes Jahr Kin­der und Erwach­se­ne glei­cher­ma­ßen an. Unse­re Info-Stand­be­treu­er sind dann aber auch immer in Bewe­gung, ins­be­son­de­re um die frei­heits­lie­ben­den Hüh­ner ein­zu­fan­gen.
  • Seit 2013 prä­sen­tie­ren wir uns auf dem Birstei­ner Weih­nachts­markt. Hier hat die Fami­lie Kühn­hackl im drit­ten Jahr eine fan­tas­ti­sche Tom­bo­la zu Guns­ten von TiNa orga­ni­siert, die schon man durch­aus als Besu­cher­ma­gnet im stim­mungs­voll wir­ken­den Gemein­de­saal bezeich­nen kann.
  • Im März konn­ten wir Frau Jakob vom NaBu Vogels­berg für einen sehr infor­ma­ti­ven Abend über den Wasch­bä­ren gewin­nen.
  • Im Okto­ber konn­ten wir den Fle­der­maus­ex­per­ten Tho­mas Stein­ke zu einem Abend mit vie­len Infor­ma­tio­nen und tol­len Fotos begrü­ßen. Frau Jakob brach­te zu dem noch einen Fle­der­maus-Pfleg­ling mit, so dass die Besu­cher auf Tuch­füh­lung mit den flie­gen­den Säu­ge­tie­ren konn­ten.

Aktive für mehr Aufmerksamkeit

Uschi Hugo küm­mert sich seit Win­ter­be­ginn um unse­re Face­book-Sei­te. Mit sehr viel Herz­blut und Krea­ti­vi­tät gewinnt sie dar­über viel Auf­merk­sam­keit für unse­re Anlie­gen.

Mitgliederhauptversammlung

Neben den Berich­ten über die Akti­vi­tä­ten des Ver­ei­nes in 2017 stand die Wie­der­wahl des Vor­stands an. Der Vor­stand wur­de in glei­cher Beset­zung vor­ge­schla­gen und wie­der gewählt: 1. Vor­sit­zen­de: Anke Feil, 2. Vor­sit­zen­de Ulri­ke Schott, Kas­sen­war­tin: Ange­la Utzig-Mül­ler, Öffent­lich­keits­ar­beit: Bar­ba­ra Bausch, Schrift­füh­rer: Dani­el Blä­ser, unser Quo­ten­mann.

Stillegung der AG Nutztiere

Die AG Nutz­tie­re konn­te lei­der kei­ne gemein­sa­me Linie mit dem Ver­eins­vor­stand fin­den. Eini­ge Teil­neh­mer der AG lehn­ten jeg­li­che Nutz­tier­hal­tung und auch den Aus­tausch mit Land­wir­ten ab. Der TiNa-Ver­eins­vor­stand steht für eine art­ge­rech­te Nutz­tier­hal­tung, sowie maß- und ach­tungs­vol­lem Ver­zehr von Lebens­mit­teln tie­ri­schen Ursprungs.

Dank den aktiven Mitgliedern

Beson­de­ren Dank für ihr Enga­ge­ment ver­die­nen unse­re Mit­glie­der, die viel Zeit und teil­wei­se oft auch Ner­ven und Geld auf­wen­den, um sich für den Tier­schutz zu enga­gie­ren. Es ist nicht immer ein­fach, Ver­ständ­nis dafür zu gewin­nen, dass sie sich für das Wohl­erge­hen von Tier und Natur - und nicht sel­ten auch das der dazu gehö­ren­den Men­schen- ein­set­zen. Das Unglück der Tie­re hat lei­der sehr oft auch mit unglück­li­chen Men­schen zu tun.

Ausblick 2019

2018 durf­ten wir 8 neue Mit­glie­der begrü­ßen. Mit fast 70 Mit­glie­dern, die uns pas­siv und aktiv unter­stüt­zen, gehen wir moti­viert ins neue Jahr.

Unterstützung immer benötigt

Als gemein­nüt­zi­ger Ver­ein sind wir jedoch auf Ihre Spen­de ange­wie­sen. Gera­de die Akti­vi­tät zur Kas­tra­ti­on von wild­le­ben­den Haus­kat­zen ist ein andau­ern­des und auch unge­lieb­tes The­ma. Ein The­ma, für das wir viel Geld benö­ti­gen, aber wenig Unter­stüt­zung vom Land oder der Poli­tik erhal­ten. Ihre  Spen­de sowie auch neue Mit­glie­der sind uns ist daher sehr will­kom­men.  

So kön­nen Sie uns unter­stüt­zen: https://tina-uvb.de/spenden-und-mitgliedschaft/