Kitzrettung: Erster Einsatz mit eigener Drohne

Drohneneinsatz auf dem Klausehof in Birstein-Oberreichenbach

Die Droh­ne mit Wär­me­bild­ka­me­ra wird auch Mul­tiko­p­ter genannt.

Am Mitt­woch mor­gen, 8. Mai, 9 Uhr, traf sich das Kitz­ret­ter-Team auf dem Klau­se-Hof in Birstein, OT Ober­rei­chen­bach. Der Ein­satz war ein beson­de­rer, denn es war der ers­te der durch Spen­den­gel­der finan­zier­ten Droh­ne der Initia­ti­ve Kitz­ret­tung-Hil­fe. Neben dem Kitz­ret­ter-Team, das sich aus TiNa-Mit­glie­dern und ande­ren enga­gier­ten Tier­schüt­zern zusam­men­setzt, hat­te sich noch der Vor­sit­zen­de Mark Tra­geser des Kreis­bau­ern­ver­ban­des ein­ge­fun­den. Auch Paul Groh, stell­ver­tre­ten­der Agrar­spre­cher der Hes­si­schen Land­ju­gend war dabei. Die Land­ju­gend setzt sich eben­falls mit der Kam­pa­gne Mäh kein Reh für den Wild­tier­schutz ein.

Bei strah­lend blau­em Him­mel und kal­tem Wind stieg die Droh­ne in die Luft und flog die Fel­der ab. In die­sem Fall wur­de ein Kitz gesich­tet, das aller­dings davon sprang, als ein Ret­ter kam. Es muss also schon früh im April gebo­ren wor­den sein und war schon so alt, dass es kei­nen Drück­re­flex mehr hat­te.

Mit einem Seil ver­bun­den wer­den die Wie­sen abge­lau­fen.

Wäh­rend des Droh­nen­ein­sat­zes lief das 8-köp­fi­ge Kitz­ret­ter Team mit einem Seil ver­bun­den wei­te­re Wie­sen ab, in denen das Gras beson­ders hoch war. Dadurch ist die Gefahr, ein Kitz zu über­se­hen beson­ders groß.

Andre­as Win­ter, Land­wirt vom Klause­hof, sag­te:

Ich bin über­rascht, wie schnell der Droh­nen­ein­satz ablief. Eigent­lich hat­te ich des­we­gen den gan­zen Tag ver­plant, da ich nicht wuss­te, wie lan­ge das Abflie­gen und Ablau­fen dau­ert. Aber letzt­end­lich hat die­se Akti­on mich nur unwe­sent­lich mehr Zeit gekos­tet.“

Andre­as Win­ter, Land­wirt vom Klause­hof

Aus die­sem Kitz­ret­tungs-Ein­satz ergab sich spon­tan gleich der nächs­te. Ein Rad­müh­ler Jagd­päch­ter hat­te uns, TiNa, am Vor­tag ange­spro­chen und um Hil­fe gebe­ten. Wir hat­ten ihn dar­auf­hin zur Akti­on in Ober­rei­chen­bach ein­ge­la­den.

Da fand sich dann auch ein wei­te­res Team zusam­men, um am sel­ben Abend eine 30 ha gro­ße Flä­che in Fle­schen­bach abzu­lau­fen. Am fol­gen­den Vor­mit­tag wur­den die­se Wie­sen zusätz­lich mit der Droh­ne abge­flo­gen.

 

 

Kitz­ret­tung-Hil­fe ist eine Initia­ti­ve von TiNa und dem Jagd­ver­ein Lau­ter­bach und hat kürz­lich durch Crowd Fun­ding zwei Droh­nen mit Wär­me­bild­ka­me­ra finan­zie­ren kön­nen. Eine Droh­ne wird für den Ein­satz in der Regi­on Birstein bereit­ge­hal­ten. Vie­le wert­vol­le Infor­ma­tio­nen für Land­wir­te, Jäger und Hel­fer fin­den sich auf Kitz­ret­tung-Hil­fe.

Die Initia­ti­ve Kitz­ret­tung-Hil­fe bie­tet Ver­net­zungs­mög­lich­kei­ten und vie­le Infor­ma­tio­nen für Land­wir­te, Hel­fer und Jagd­päch­ter rund um die Kitz­ret­tung.