Snowflakes Schicksal

Lest, was dem wilden Zausel in Völzberg widerfuhr. Ihr werdet es kaum glauben!

Vie­le Jah­re ohne Ver­sor­gung, immer unge­liebt, immer auf der Suche nach Fut­ter hin­ter­las­sen Spu­ren. Snow­fla­ke ist eine von über 2 Mil­lio­nen Kat­zen, die so leben müs­sen, weil sich nie­mand um sie küm­mert. Snow­flakes Geschich­te ist beson­ders. Lest hier, wie es ihm erging:

Zum ers­ten Mal gese­hen hat Manue­la Mat­scheck den Kater Snow­fla­ke in Völz­berg im Spät­som­mer 2019. Er zeigt sich sehr scheu, deut­lich geh­be­hin­dert und sehr zer­zaust. Ein Nach­bar hat den Namen aus­ge­sucht. Es war iro­nisch gemeint, weil Snow­fla­ke so schlimm aus­sah. Aber irgend­wann war auch die­ser schmud­de­li­ge Zau­sel mal ein fluffi­ges, kusche­li­ges Kat­zen­ba­by!

Der Kater muss­te drin­gend tier­ärzt­lich ver­sorgt wer­den. Da er so scheu war muss­te Snow­fla­ke dafür gefan­gen wer­den. Tage­lang lag die Völz­ber­ge­rin mit dem gro­ßen Herz für Kat­zen auf der Lau­er. Trotz sei­ner Geh­be­hin­de­rung schaff­te er es immer wie­der, an das Lock­fut­ter in der Fal­le zu kom­men, ohne dass er dar­in gefan­gen wur­de.

Snowflakes Zustand war schlecht

Irgend­wann klapp­te es dann doch und man sah sehr deut­lich: Snow­fla­ke war geh­be­hin­dert, hat kaum noch Zäh­ne, ein Ohr hing leicht her­ab, das ande­re mit Nar­ben und Ris­sen über­säht, ein Auge war blind und trän­te.
Und er hat­te Flö­he! Mehr Flö­he als Haa­re auf dem Kör­per und Haut­pro­ble­me mit Ver­krus­tun­gen wegen des Floh­be­falls, aber auch durch die Son­ne.

Snow­fla­ke wur­de behan­delt und auch kas­triert. Er soll­te nicht wei­ter dem har­ten Kon­kur­renz­kampf mit ande­ren nicht kas­trier­ten Katern aus­ge­setzt sein. Snow­fla­ke blieb wei­ter­hin sehr scheu und er zeig­te sich kaum. Aber er blieb in der Nähe, denn er hat­te nun eine gro­ße Scheu­ne mit war­men Plätz­chen und eine regel­mä­ßi­ge Ver­sor­gung mit Fut­ter gefun­den. Sein Alter wur­de bei der OP auf etwa 10 Jah­re geschätzt, aber sei­ne kör­per­li­che Ver­fas­sung mehr als schlecht.

Im Herbst 2019 liess er sich häu­fi­ger bli­cken. Wenn man sich ihm aller­dings näher­te, lief er so schnell es ihm mög­lich war weg. Zu den ande­ren Kat­zen hielt er deut­lich Abstand.

Snowflakes Zustand wurde noch schlechter

Im Dezem­ber ver­schlech­ter­te sich sein Gesund­heits­zu­stand rapi­de. Aber er liess wei­ter­hin nie­man­den an sich ran! Es gab kei­ne Mög­lich­keit, ihn zu behan­deln. Trotz sei­nes erbärm­li­chen Zustands saß er auch bei eisi­ger Käl­te immer stun­den­lang vor der Haus­tür.

End­lich: Im Janu­ar 2020 schaff­te Frau Mat­scheck es mit viel Locken und lang­sa­mer Annä­he­rung, dass Snow­fla­ke ins Haus kam. Auf Hoch­he­ben reagier­te er zwar mit bei­ßen, aber da er kaum Zäh­ne hat­te, war das egal.

Hausarrest

Snow­fla­ke hat­te sehr star­ke Erkäl­tungs­sym­pto­me und eine Medi­ka­men­ten­be­hand­lung war drin­gend not­wen­dig. Also Haus­ar­rest. Es ging ihm so schlecht, dass er es pro­blem­los akzep­tier­te. Das Kat­zen­klo nutz­te er von Anfang an. Von der Kat­zen­grup­pe hielt er sich aber lie­ber fern.

Ein neues Leben?

Der Frei­heits­ent­zug behag­te ihm zuerst gar nicht, aber da er so geschwächt war, ergab er sich sei­nem Schick­sal. So lern­te er end­lich Couch, Bett und Ofen ken­nen und schät­zen. Und man stau­ne: sogar Strei­chel­ein­hei­ten konn­te er nun genies­sen! Mit Ban­dit, einem ande­rem zuge­lau­fe­nen Streu­ner, freun­de­te er sich an und die bei­den teil­ten sich auch mal den Schlaf­platz. Man hat Snow­fla­ke sogar schon mit Bäll­chen spie­len sehen.

Aber der Leidensweg war noch nicht vorbei

Im Früh­som­mer ver­schlech­ter­ten sich sei­ne Haut­pro­ble­me stark und - viel schwer­wie­gen­der - die Ent­zün­dung im erblin­de­ten Auge. Snow­fla­ke woll­te nicht mehr fres­sen und auch kaum noch gestrei­chelt wer­den. Sein Fell sah noch zau­se­li­ger aus als zuvor, er zog sich deut­lich zurück. Man kam nun kaum noch an ihn her­an! Kurz stand wie­der das Ein­fan­gen mit der Fal­le im Raum. Zum Glück liess er sich dann irgend­wann doch grei­fen. Die Tier­ärz­tin gab ihm eine Auf­bau­sprit­ze und Anti­bio­ti­ka.

Im Juni fiel dann die Ent­schei­dung: Das kran­ke Auge muss ent­fernt wer­den! Es war dau­er­haft ent­zün­det und kei­ne Hei­lung zu erwar­ten. Bei die­ser OP wur­de auch gleich ein Zahn ent­fernt, der ihm ver­mut­lich schon lan­ge Schmer­zen berei­tet hat. Er bekam nun regel­mä­ßig Schmerz­mit­tel, auch auf­grund der Geh­be­hin­de­rung.

Einem Kater viel Leid erspart

Die OP hat Snow­fla­ke gut über­stan­den, die Nar­be ver­heil­te pri­ma, auch das Fres­sen schmeckt ihm wie­der her­vor­ra­gend. End­lich kommt er wie­der auf die Bank, das Sofa oder das Bett gesprun­gen, um zu schmu­sen. Tags­über hält er sich ger­ne im Hof auf und liegt in der Son­ne, in küh­len Näch­ten bleibt er am liebs­ten im Haus.

Wenn tags­über jemand daheim ist, fin­det man ihn garan­tiert im glei­chen Zim­mer wie sei­ne Dosen­öff­ner. Er schläft und träumt - viel­leicht von dem glück­li­chen Leben, das er jetzt Dank TiNa-Mit­glied Manue­la Mat­scheck und ihrem Mann füh­ren darf. Frau Mat­schek hat hin­ge­schaut und mit viel Auf­merk­sam­keit, Ein­füh­lungs­ver­mö­gen und Kat­zen­ver­stand den wil­den Streu­ner gezähmt und geret­tet.

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