Rückblick 2019

Im Okto­ber fei­er­ten wir das 6-jäh­ri­ge Jubi­lä­um im Rah­men des Kirch­Maus­Hau­sen-Dorf­fes­tes. Die Zeit seit der Grün­dung ver­lief so schnell, dass wir sogar das fei­ern des 5-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums ver­säum­ten… Da sich inzwi­schen vie­le Mit­glie­der aktiv ins­be­son­de­re im Kat­zen­schutz und zur Zeit der Heu­mahd für die Kitz­ret­tung enga­gie­ren, gibt es eigent­lich zu kei­ne Zeit zum Durch­at­men.

Katzenkastration

Kas­tra­ti­ons­ak­tio­nen fan­den in Stock­hau­sen, Wäch­ters­bach, Eckard­roth, Katho­lisch-Wil­len­roth, Ker­bers­dorf, Reich­los, Fle­schen­bach statt. Akti­ve Mit­glie­der haben dort Fly­er ver­teilt, Gesprä­che mit Bewoh­nern wur­den geführt und im Fal­le von Hot­spots in Abspra­che mit den Anwoh­nern Kas­tra­ti­ons­ak­tio­nen gestar­tet.

Ein­ge­fan­gen und kas­triert wur­den 168 Kat­zen, davon 90 Kat­zen und 78 Kater. Das bedeu­te­te viel Arbeit für die akti­ven Mit­glie­der, denn es bedarf eini­ges an Geschick um ein Wild­ling zu fan­gen. Nach der Ope­ra­ti­on und der Auf­wach­pha­se wur­den die Kat­zen wie­der an den Fang­ort zurück gesetzt.

Ver­mit­teln konn­ten wir auch 96 Kätz­chen aus dem Wild­lings­nach­wuchs, die wir damit dem Ver­meh­rungs­kreis­lauf ent­nom­men haben. Das heißt aber auch, dass 96 Kätz­chen gepäp­pelt, ver­sorgt, gepflegt, gezähmt, bespaßt und besch­musst wur­den.

Die Kat­zen wur­den gekenn­zeich­net und tier­ärzt­lich behan­delt. Zwei träch­ti­ge Kat­zen­müt­ter, Bel­la und Pra­lin­chen, haben ihre gesun­den Babys in unse­ren Pfle­ge­stel­len bekom­men, mit lie­be­vol­ler Vor­sor­ge und tat­kräf­ti­ger Geburts­hil­fe der Pfle­ge­ma­mas. Bel­la zog dann sogar in Herz und Haus bei der Pfle­ge­ma­ma ein, Pra­lin­chen hat sich einen ande­ren wun­der­ba­ren Platz mit lie­be­vol­len Dosen­öff­nern gesucht.

Schon älte­re, halb­ver­wil­der­te und nicht ver­mit­tel­ba­re Kat­zen wur­den kas­triert, tier­ärzt­lich ver­sorgt zum Teil wie­der auf ihre Höfe zurück­ge­bracht. Dort wer­den sie auch von den Bau­ern ver­sorgt. Wei­te­re wur­den frei gelas­sen und auf TiNa-Fut­ter­stel­len wei­ter betreut.

Katzen-Futterstellen

In Völz­berg, Rad­mühl, Schlech­ten­we­gen und Mer­nes wur­den Fut­ter­stel­len von TiNa-Mit­glie­dern betreut

Katzen-Pflegestellen:

Neue Pfle­ge­stel­len: Bea­trix Stie­ler (Bracht­tal), Susan­ne Sei­bert (Gre­ben­hain), Ilka Bro­ecker (Joss­grund), Elke Weber und Bernd Casper (Bad Soden Sal­müns­ter)

Totfundbergung:

San­dra Rei­ter enga­giert sich seit Mit­te des Jah­res 2019 für die Tot­fund­ber­gung in Bracht­tal, Birstein und Umge­bung. Sie nutzt dazu einen vom Her­stel­ler gespen­de­ten Chip­rea­der. Sie ver­sucht den Hal­ter zu fin­den und den armen Seel­chen einen wür­de­vol­len Abschied zu gestal­ten.

Inititative Kitzrettung-Hilfe:

  • Crowd­fun­ding: Über­wäl­ti­gen­de Unter­stüt­zung dank der Medi­en: Hes­si­scher Rund­funk und FFH haben uns bei der Gene­rie­rung von Spen­den­gel­dern mit Bei­trä­gen unter­stützt. Es konn­ten dadurch zwei Droh­nen mit Wär­me­bild­ka­me­ras für die Kitz­ret­tung ange­schafft wer­den.
  • Preis­au­schrei­ben: Die Kitz­ret­tung-Hilfe nahm an einem Preis­aus­schrei­ben des Deut­schen Jagd­ver­ban­des zum The­ma: „Kom­mu­ni­ka­ti­on“ teil. Es gab zwar kei­nen Plat­zie­rung unter den ers­ten drei, aber die Initia­ti­ve wür­de mit einem Son­der­preis für die her­aus­ra­gen­de Arbeit an ver­bes­ser­ter Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Land­wir­ten, Jägern und nicht Jagen­den aus­ge­zeich­net.
  • Deut­schen Wild­tier­stif­tung: Die Kitz­ret­tung-Hil­fe ist nun offi­zi­el­ler Koope­ra­ti­ons-Part­ner der Deut­schen Wild­tier­stif­tung. Im ers­ten Schritt der Zusam­men­ar­beit wer­den die Hel­fer-Daten und gemel­de­te Erfolgs-Infor­ma­tio­nen kon­so­li­diert.

Was ist mit der Initiative „Wildwarnreflektoren“?

Ab dem 1. Juli 2019 wur­den von Hes­sen Mobil kei­ne Wild­warn­re­flek­to­ren mehr geneh­migt oder an den Leit­pfos­ten ange­bracht. Als Grund wird ins­be­son­de­re die im Okto­ber 2018 ver­öf­fent­lich­te Stu­die des Gesamt­ver­ban­des der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft (GDV) genannt. Die­se habe „kei­ne unfall­ver­mei­den­de Wir­kung von Reflek­to­ren“ nach­ge­wie­sen. Falls jedoch neue prak­ti­sche und wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se die Wirk­sam­keit neu­ar­ti­ger Wild­war­ner bestä­tig­ten, könn­ten Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um und Hes­sen Mobil laut LJV ihre ableh­nen­de Hal­tung über­den­ken. Bis­her haben Jäger und Tier­schüt­zer die Reflek­to­ren auf eige­ne Kos­ten ange­schafft und Hes­sen Mobil die­se kos­ten­los instal­liert.

Die Jäger­schaft hat in der Pra­xis flä­chen­de­ckend ande­re Erfah­run­gen mit den Wild­warn­re­flek­to­ren gemacht: Sind die­se gepflegt und sinn­voll plat­ziert, redu­ziert dies sehr wohl die Anzahl der Wild­un­fäl­le und auch der ver­un­glück­ten Men­schen.

Kri­tik­punkt an der Stu­die ist, dass sie aktu­ell kei­nen Auf­schluss über die Beschaf­fen­heit der Test­stre­cken gibt. Hier­durch kann eine grund­sätz­li­che Eig­nung der Stu­die ange­zwei­felt und somit das Ergeb­nis in Fra­ge gestellt wer­den.

Öffentlichkeitsarbeit:

Neben diver­sen Arti­keln für die Zei­tun­gen und die Web­sei­te, gab es eini­ge Infor­ma­ti­ons­stän­de:

  • Ver­net­zung mit Pro Brach­tal am 10. April – TiNa-Vor­stel­lung und Kurz­vor­trag über die Initia­ti­ve Kitz­ret­tung Hil­fe.
  • Vor­trag über Fle­der­mäu­se in Birstein Völz­berg in Koope­ra­ti­on mit dem Fle­der­maus­ex­per­ten.

    Eva Geb­hard und Gina Kühn­hackl auf der Birstei­ner Mes­se
  • Eich­horn hat uns auch die­ses Jahr wie­der einen Platz auf sei­nem Stand auf der Birstei­ner Mes­se gespon­sert. Dort konn­ten wir unse­re The­men zwei Tage lang prä­sen­tie­ren.
  • Schon eine Tra­di­ti­on ist unser Stand mit klei­nem Zoo auf dem Kirch­Maus­Hau­sen-Dorf­fest. Unser Zoo, bestehend aus Ponys, Zie­gen, Scha­fen, Enten und Hüh­nern, zieht jedes Jahr Kin­der und Erwach­se­ne glei­cher­ma­ßen an. 2019 haben wir neben Kar­tof­fel­puf­fer mit Apfel­mus (natür­lich alles regio­nal, bio und selbst gerie­ben) auch eine Tom­bo­la (wie­der durch die Kühn­hackl-Girls orga­ni­siert) ange­bo­ten.

    Scha­fe auf dem Dorf­fest von Kirch­Maus­Hau­sen
  • Seit 2013 prä­sen­tie­ren wir uns auf dem Birstei­ner Weih­nachts­markt. Hier hat die Fami­lie Kühn­hackl wie­der eine Tom­bo­la mit groß­ar­ti­gen Prei­sen orga­ni­siert. Die Tom­bo­la kann man durch­aus als Besu­cher­ma­gnet bezeich­nen.
  • Eine Pre­mie­re war der Stand auf dem Markt auf der Her­chen­hai­ner Höhe. Bei herbst­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren konn­ten die Besu­cher sich über die Akti­vi­tä­ten unse­res Ver­ei­nes infor­mie­ren.

Mitgliederhauptversammlung

Die Mit­glie­der­ver­samm­lung am 7. Mai 2019 war mit 20 Mit­glie­dern gut besucht.

Treffen aktiver TiNa-Mitglieder

Im Katzen­schutz gibt es immer wie­der Abstim­mungs­be­darf. Die Grup­pe der Akti­ven wächst ste­tig. Am 4.März,. 3. April, 13. Juli und 21. August 2019 fan­den Tref­fen der Kat­zen­schutz-Grup­pe statt.

Einheitliche Vereinskleidung

End­lich haben wir den Schritt gewagt und uns für eine Ver­ein­s­klei­dung ent­schie­den. Unser tol­les Akti­ven-Team hat sich für leuch­tend grü­ne Jacken und T-Shirts ent­schie­den. Die Klei­dung wur­de mit Spen­den und hohem Eigen­an­teil finan­ziert.

Mitglied im Hessischen Tierschutzbund

Seit Anfang des Jah­res 2019 sind wir För­der­mit­glied im Hes­si­schen Tier­schutz­bund. Davon ver­spre­chen wir uns eine bes­se­re Ver­net­zung. TiNa-Mit­glie­der haben auch gleich die Mit­glie­der­haupt­ver­samm­lung besucht.

Fördergelder

Manche Straf­tat hat auch etwas Gutes, näm­lich wenn die Buß­gel­der an einen gemein­nüt­zi­gen Ver­ein aus­ge­zahlt wer­den. So erhiel­ten wir eine erfreu­li­chen Sum­me aus die­ser Quel­le.

Das hes­si­sche Umwelt­amt hat die Anschaf­fung unse­res Zel­tes sowie eines Keschers geför­dert. Dar­über hin­aus beka­men wir För­der­gel­der für die Roll-Ups, Fly­er und Taschen­aschen­be­cher zum The­ma „Kip­pen schnip­pen“  sowie für die Beu­tel zum The­ma Müll­ver­mei­dung.

Danke!

Wir dan­ken allen Mit­glie­dern und Unter­stüt­zern von TiNa.

Beson­de­ren Dank für ihr Enga­ge­ment ver­die­nen unse­re akti­ven Mit­glie­der, weil sie viel Zeit und oft auch Ner­ven und Geld auf­wen­den, um sich für den Tier- und Natur­schutz hier in der Regi­on zu enga­gie­ren.

Ausblick

Da die­ser Rück­blick im Sep­tem­ber 2020 ver­ab­schie­det wird, ist der Aus­blick ein­fach: es ste­hen ins­be­son­de­re Akti­vi­tä­ten an, um den Kat­zen­schutz in der Regi­on vor­an­zu­brin­gen. Unser Ziel ist es, mehr Gehör von der Poli­tik zu bekom­men, so dass die die Gemein­den eine Sat­zung zum Kat­zen­schutz ver­ab­schie­den.