Veterinäramt bestätigt Hasenpest Brachttal-Schlierbach!

Als hätten wir im vergangenen Jahr nicht schon genug Seuchen gehabt, ist jetzt in Brachttal OT Schlierbach die nächste ausgebrochen: Tularämie, oder auch Hasenpest.

Tularämie (Hasenpest)

Hase ohne HasenpestDiese bakterielle Krankheit ist über Hunde und Katzen durch Kontakt auch auf den Menschen übertragbar.
Während Hund und Katze weitgehend unempfindlich gegen die Bakterien sind, entstehen für den Menschen erhebliche gesundheitliche Schäden, die unbehandelt sogar tödlich (!) enden können.

Da ein chronischer Verlauf der Krankheit bei den betroffenen Tieren (meist Hase und Wildkaninchen) u. a. zu Durchfall und Verlust der Scheu führt, ist ein Kontakt durch Haustiere schnell möglich. In Kürze kommen zudem die ersten Junghasen zur Welt und verstecken sich in Wiesen.

Lassen Sie Ihren Hund jetzt nicht ohne Leine stöbern und vermeiden Sie Spaziergänge quer durch Wiesen!!

Wir haben uns beim Friedrich-Löffler-Institut rückversichert:  Es ist kein Fall bekannt, bei dem nach Ausbruch der Krankheit gekeult werden musste.

Keulen bedeutet, Tiere – auch noch oder vermeintlich gesunde – *vorsorglich* zu töten, um die Ausbreitung einer Krankheit zu verhindern. Zum Vergleich: Bei der Geflügelpest kommt es vor, dass Vögel sich infizieren, aber nicht erkranken und das Virus munter weiter tragen.

Tularämie dagegen ist für Hasen tödlich. Bei akutem Verlauf binnen Tagen, bei chronischem innerhalb weniger Wochen. Ein Tier, das keine Anzeichen zeigt, ist – davon kann man ausgehen – tatsächlich gesund und keine Gefahr für andere. Dennoch sollte man darauf achten, dass die Ställe so geschaffen sind, dass keine Überträger (z. B. Mäuse) an Futter und Tiere kommen können.

Tularämie ist eine Zoonose, also nur von Tier auf Mensch, nicht von Mensch zu Mensch übertragbar.