Reh und Co. in großer Gefahr!

Das Jagdgesetz wird novelliert, denn die Forstwirtschaft fordert, dass eine Waldverjüngung grundsätzlich ohne Schutzmaßnahmen möglich sein muss. Und dafür soll es dem Reh, Hirsch und Dammwild an den Kragen gehen. Dabei weisen Wildbiologen schon lange auf Maßnahmen hin, die Jungbäume vor Verbiss schützen.

Schreiben Sie den verantwortlichen Politikern

Helfen Sie dem Wild, schreiben Sie den verantwortlichen Politikern und senden Sie diese Email:


Betreff: Novellierung des Bundesjagdgesetzes

Anrede

Ich fordere, dass zum Entscheid über die Novellierung des Bundesjagdgesetz nicht nur die Meinung von Forstwirtschaftslobbyisten, sondern auch die von Wildbiologen und Ökologen ernst genommen wird.

Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass es dem deutschen Wald schlecht geht. Hierfür verantwortlich sind Monokulturen, verschmutzte Luft, Wasserstandsveränderung durch maßlose Wasserförderung, sowie die Klimaerwärmung.

Nicht verantwortlich ist das Wild!

Hören Sie endlich auf, die tatsächlichen Ursachen des Waldsterbens zu ignorieren!

Wer mit Wald Geld verdienen will, muss sich darum kümmern. Dazu gehören auch Maßnahmen zum Schutz der Jungbäume, wie sie bereits seit langem von Wildbiologen und Ökologen vorgeschlagen werden. Dazu gehört nicht ethikloses Abknallen von Reh, Hirsch und Rotwild.

Mit freundlichem Gruß,


Ihre Adressaten:

Hermann Färber (CDU/CSU) email:hermann.faerber@bundestag.de

Artur Auernhammer (CDU/CSU) email:artur.auernhammer@bundestag.de

Carsten Träger (SPD) email:carsten.traeger@bundestag.de

Isabel Mackensen (SPD)email:isabel.mackensen@bundestag.de

Karlheinz Busen (FDP) email:karlheinz.busen@bundestag.de

Harald Ebner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) email:harald.ebner@bundestag.de

Dr. Kirsten Tackmann (DIE LINKE) email:kirsten.tackmann@bundestag.de

Peter Felser (AfD) email:peter.felser@bundestag.de


Helfen Sie dem Wild

Helfen Sie zu verhindern, dass

  • es unserem heimischen Wild in größerem Umfang „an den Kragen“ geht,
  • aus der bisherigen Straftat, ein Muttertier zu schießen, das ein Junges bei sich hat, lediglich eine Ordnungswidrigkeit wird,
  • zum Aufforsten von Wirtschaftswäldern der Tierschutz nicht immer weiter aufgeweicht wird.

 


Petition zum Anliegen

Hier könnt Ihr auch eine Petition zum Anliegen unterzeichnen. ENDET das TIERWOHL jetzt auch im WALD?


Ein Erfahrungsbericht aus der Branchen

Wald vor Wild hört sich vielleicht harmlos an. Wenn man weiß, welches ethikloses Handeln dahinter steckt, ist es ein synonym für das grasuame Abknallen vermeindlicher Schädlinge.  Jörg Finze, Berufsjäger, war beim Forst angestellt, wollte aber nicht mehr mitmachen. Hier kann man seinen Bericht lesen: Mit freundlicher Genehmigung von Wild und Hund.


Hintergrundinfos

Video des Deutschen Jagdverbandes auf Facebook: https://www.facebook.com/249986091716256/videos/758826301721539

Aus dem Newsletter des Deutschen Jagdverbandes zum Thema:

“… Wichtig war uns klarzustellen, dass der vorliegende Entwurf unpraktikabel ist und unserem Wild nicht gerecht wird. Die Forstseite fordert für das Bundesjagdgesetz (BJagdG), dass “Verjüngung grundsätzlich ohne Schutzmaßnahmen” möglich sein muss. Der ursprüngliche Entwurf enthielt “Naturverjüngungen”, die ohne Schutz möglich sein sollten.“

Erklärung

„Naturverjüngungen“ bedeutet, dass wachsen kann, was möchte. Naturgemäß, widerstandsfähig und klimaresistent.

„Verjüngung grundsätzlich“ bezieht sich zu großen Teilen auf reine Wirtschaftswälder, die ungeachtet des Klimas ohnehin bei Reife wieder abgeholzt (geerntet) werden.

Bei 10.000 Keimlingen auf einem Hektar Wald ist ein gewisser Verlust irrelevant für den späteren Bestand. Ein Verbiss ist somit nicht gleichzeitig ein Schaden.

Die neue Formulierung “Verjüngung” beinhaltet jedoch auch Pflanzung und Saat. Wird ein gepflanzter Baum verbissen, hat man immer einen wirtschaftlichen Schaden. Dabei reicht das “letzte Reh” auf der Fläche aus.

Jedoch gehört das Reh in den Wald, denn das ist sein Lebensraum. Deshalb funktioniert der Waldumbau auf einem Viertel der Waldfläche, nämlich in Fichten- und Kiefermonokulturen, ganz sicher nicht ohne Schutzmaßnahmen.

In der kommenden Woche wird im Bundestag über das BJagdG entschieden.“