Was tummelt sich auf dem Wasser?

Etliche Entenpaare sammeln sich zu Beginn der Brutzeit im Frühjahr auf unseren Seen und Teichen. Sowohl Eltern als auch die Kleinen brauchen zwei Dinge: Ruhe und ein sauberes, gesundes Umfeld.
Viele Menschen denken, sie müssten die Tiere auch mit Futter versorgen – im Winter, weil die Nahrung scheinbar knapp wird, im Sommer, weil sie Nachwuchs  haben. Aber das stimmt nicht. Enten kommen gut auch ohne uns zurecht.

Falsch verstandene Tierliebe

Geradezu gefährlich wird es, wenn obendrein falsch gefüttert wird. Oft sieht man Unmengen alter Brotreste in Seen und Teichen vor sich hin dümpeln, oft sind sie sogar schon verschimmelt. Das gehört auf gar keinen Fall in ein Tier, sondern in die Mülltonne!

Brot als Entenfutter ist tabu!

Am besten Enten gar nicht füttern.

Zunächst gilt: „Entenfutter“ darf man niemals ins Wasser werfen! Und schon gar kein verschimmeltes. Schimmel ist für Enten genauso giftig wie für Menschen. Zudem schaden Essensreste dem Gewässer, den darin lebenden Tieren und dem gesamten Organismus im Wasser. Deshalb verbietet auch der Gewässerschutz das Entsorgen alter Lebensmittel in Seen, Teichen und
Tümpeln.

Brot ist tabu!

Hier schwimmt verschimmeltes Brot auf dem Teich.

Des Weiteren gilt grundsätzlich, was Viele überraschen dürfte: Brot als Entenfutter ist absolut tabu! Es erzeugt lediglich ein Völlegefühl, enthält für die Tiere aber so gut wie keine verwertbaren Nährstoffe. Die Folge: Mangelernährung und Krankheiten wie
beispielsweise Gicht. Genauso dürfen keine Pommes oder andere gewürzte Speisereste verfüttert werden! Doch selbst bei artgerechtem Futter wie Getreide, Eicheln oder klein geschnittenem Obst wie Äpfeln und Birnen besteht die Gefahr, dass die Tiere, die ihr Limit selbst nicht kennen, sich „überfressen“. Außerdem koten sie durch zusätzliche Fütterung mehr, sorgen folglich für mehr Algen und Bakterien im Wasser und schaden damit dem Lebensraum ihres natürlichen Futters, nämlich kleinen Fischen und Krebsen.

Kurz:

Ein Ententeich ist kein Müllplatz für alte Brotreste. Zeigen Sie bitte schon Ihren Kindern, was richtig ist.

Welche Enten sieht man hier?

Selbstverständlich erstreckt sich das Vorkommen der Wasservögel sehr viel weiter, für Ihren Erkundungsausflug möchten wir Ihnen aber zunächst zeigen, welchen Enten Sie in unserer Umgebung begegnen könnten.
Da meistens nur die Erpel (männliche Enten) ein farbenprächtiges Gefieder tragen, an dem man sie gut
erkennen kann, haben wir lediglich diese abgebildet. Bei den Enten, die sich oft nur durch kleine Merkmale
unterscheiden, wird es schon schwieriger.


Tauchenten


Schwimmenten


Sieht nur aus wie eine Ente

Sehr häufig auf unseren Gewässern unterwegs ist das Blässhuhn. Das ist allerdings keine Ente, sondern gehört zur Ordnung der Kraniche und ist ganzjährig überall in Deutschland anzutreffen.

 

 

 

 

Was tummelt sich auf dem Wasser – Zum Ausdrucken und mitnehmen und Bildquelleninfo!