Das Land Hes­sen hat alle Hür­den besei­tigt, damit die Städ­te und Kom­mu­nen die Kas­tra­ti­ons­pflicht für Frei­gän­ger ver­bind­lich ein­füh­ren. Der Grund dafür ist, dass bei unkon­trol­lier­ter Ver­meh­rung der Kat­zen gesund­heit­li­che Gefah­ren auf Mensch und Tie­re aus­ge­hen. Uns inter­es­siert, wie die Kan­di­da­tIn­nen zu der Mög­lich­keit ste­hen, eine Kas­tra­ti­ons­pflicht ein­zu­füh­ren.

TiNa-Frage

Wie ste­hen Sie zur Ein­füh­rung der Kas­tra­ti­ons­pflicht – natür­lich mit unse­rer vol­len Unter­stüt­zung – in Birstein?

Dani­ca Rad­tke

Ich habe vie­le süd­li­che Län­der bereist und Elend von Kat­zen gese­hen. Das darf bei uns nicht pas­sie­ren. Des­halb haben Sie mit mir dies­be­züg­lich die volls­te Unter­stüt­zung.

Chris­ti­an Götz

Wenn die recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen pas­sen, ste­he ich die­ser Ein­füh­rung nicht nega­tiv gegen­über.

Jür­gen Spiel­mann

Ich ste­he als libe­ra­ler Mensch der staat­li­chen Ein­füh­rung von Pflich­ten grund­sätz­lich höchst miss­mu­tig skep­tisch gegen­über. Ich sehe für die Bür­ger unse­rer Gemein­de der­zeit durch die unkon­trol­lier­te Popu­la­ti­on der „put­zi­gen“ Wasch­bä­ren eine grös­se­re „Gefahr“ als durch die Ver­meh­rung frei­lau­fen­der Kat­zen. Eine Kas­tra­ti­ons­pflicht von Wasch­bä­ren wür­de ich daher sofort unter­stüt­zen.

Fabi­an Fehl

… Was aber The­men wie Kat­zen­kas­tra­ti­on, Umwelt­schä­di­gun­gen durch Mäh­ro­bo­ter oder „Licht­ver­schmut­zung“ betrifft, so muss ich Ihnen sagen, dass mein Fokus als Bür­ger­meis­ter nicht auf die­sen The­men lie­gen wird.

TiNa-Frage

Birstein „kauft sich“ der­zeit durch jähr­li­che Zah­lun­gen an das Tier­zen­trum Geln­hau­sen von der Ver­ant­wor­tung für die Auf­nah­me und Ver­sor­gung von Fund­tie­ren „frei“. Tat­säch­lich wird sel­ten ein Fund­tier nach Geln­hau­sen gebracht, son­dern meis­tens bei uns abge­ge­ben. Seit bestehen des Ver­ei­nes hat die­ser cir­ka 600 Fund­tie­re auf­ge­nom­men, ver­sorgt und wenn mög­lich ver­mit­telt.

Wie ste­hen Sie dazu, den Ver­trag mit dem Tier­zen­trum Geln­hau­sen zu been­den und statt­des­sen den hie­si­gen Tier­schutz­ver­ein zu unter­stüt­zen?

Dani­ca Rad­tke

Grund­sätz­lich sehe ich nicht, was dage­gen­spricht. Es muss aber sicher­ge­stellt wer­den, dass Ver­ant­wor­tung klar ver­trag­lich gere­gelt wird. Dazu kann ich mir run­den Tisch vor­stel­len mit allen Betei­lig­ten, um ein Kon­zept zu erar­bei­ten.

Chris­ti­an Götz

Ich fin­de es gut, dass Sie den Begriff „frei­kau­fen“ in Anfüh­rungs­zei­chen gesetzt haben. Es han­delt sich näm­lich um eine abge­stimm­te Akti­on der Kom­mu­nen im Main-Kin­zig-Kreis. Auf­grund aktu­el­ler Ent­wick­lun­gen gibt es dies­be­züg­lich aller­dings Gesprächs­be­darf im Rah­men einer der kom­men­den Bür­ger­meis­ter­kreis­ver­samm­lun­gen. Aus­gang offen! Ich bevor­zu­ge aller­dings wie­der ein mit den ande­ren Kom­mu­nen abge­spro­che­nes Ver­fah­ren und bin gegen einen Birstei­ner Allein­gang.

Jür­gen Spiel­mann

Ich ken­ne die­sen Ver­trag, sei­nen Inhalt und die Inten­ti­on sei­nes Abschlus­ses nicht. Als eine der ers­ten Tätig­kei­ten als Bür­ger­meis­ter wer­de ich u.a. das gesam­te Ver­trags­werk der Gemein­de sich­ten und zusam­men mit den zustän­di­gen Fach­be­reichs­lei­tern über den Sinn und Zweck der Ver­trä­ge spre­chen. In die­sem Rah­men wer­den wir sicher auch auf den von Ihnen ange­spro­che­nen Ver­trag stos­sen.

TiNa-Frage

Für Abga­be­tie­re gibt es kei­ne Rege­lung in der Gemein­de. Die­se wer­den oft bei uns abge­ge­ben. Wir ver­su­chen, die Tie­re nach Mög­lich­keit in pri­va­ten Pfle­ge­stel­len unter­zu­brin­gen und zu ver­mit­teln.

Wel­chen Zuschuss könn­ten Sie sich für die­se Arbeit vor­stel­len?

Dani­ca Rad­tke

Der Zuschuss der Gemein­de an Ver­ei­ne soll­te so bemes­sen sein, dass die wesent­li­chen Auf­ga­ben des Ver­eins ohne Ver­lus­te mach­bar sind.

Chris­ti­an Götz

Das ist eine grund­sätz­li­che Fra­ge der Gerech­tig­keit auch ande­ren Ver­ei­nen gegen­über. Der Gemein­de­vor­stand ver­sucht alle Ver­ei­ne der Gemein­de annä­hernd gleich zu behan­deln. Das möch­te ich auch in Zukunft so fort­set­zen.

Jür­gen Spiel­mann

Ich fin­de es höchst löb­lich, dass sich Men­schen um den Schutz von Tie­ren küm­mern, die die­sen Schutz benö­ti­gen. Ob und wie die Gemein­de Birstein die­se Arbeit finan­zi­ell unter­stüt­zen könn­te, wür­de ich als Bür­ger­meis­ter im Ein­zel­fall klä­ren.

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