Natur ist eines der Güter, das Birstein attrak­tiv macht. Damit das nicht nur ein gedruck­tes Mot­to bleibt, müs­sen auch Impul­se gesetzt wer­den. Die las­sen die Gemein­de modern erschei­nen und sie heben sie von ande­ren Gemein­den ab. Dazu muss aber auch etwas getan wer­den. Wir grei­fen eini­ge bei­spiel­haf­te The­men her­aus:

TiNa-Frage

Es wurden/werden Mäh­ro­bo­ter ange­schafft. Es ist bekannt, dass Mäh­ro­bo­ter, so wie Laub­sauger und -blä­ser den Lebens­raum von Insek­ten und Klein­tie­ren zer­stö­ren. Was beab­sich­ti­gen Sie zu tun, damit in Zukunft die Gemein­de umwelt­freund­li­che­re Tech­ni­ken zur Grün­an­la­gen­pfle­ge ein­setzt?

Dani­ca Rad­tke

Der Mäh­ro­bo­ter wur­de für unser Frei­zeit­bad ange­schafft. In den Fall muss man auch die Gegen­sei­te betrach­ten. Mir gefällt eine tier­freund­li­che Blu­men­wie­se zwar auch bes­ser, aber das Frei­zeit­bad ist ver­ant­wort­lich dafür, dass auf dem Gelän­de nichts pas­siert. Dazu gehört, dass Müll nicht im hohen Gras über­se­hen wird oder zu vie­le Insek­ten gefähr­lich für All­er­gi­ker wer­den. Frei­zeit und Erho­lung pas­sen lei­der nicht immer mit Tier­schutz zusam­men. Den Ein­satz von Mäh­ro­bo­ter außer­halb von Frei­zeit­bad leh­ne ich ab.

Chris­ti­an Götz

Zur Rich­tig­stel­lung: es wur­de der Kauf von EINEM Mäh­ro­bo­ter beauf­tragt. Bei der Ent­schei­dung stan­den wirt­schaft­li­che Erwä­gun­gen im Vor­der­grund. Aspek­te des Tier- und Natur­schut­zes wur­den nicht dis­ku­tiert. Grund­sätz­lich soll der Robo­ter an beson­de­ren Hang­la­gen und schwer zugäng­li­chem Gelän­de ein­ge­setzt wer­den. Statt meh­re­rer Mit­ar­bei­ter des Bau­ho­fes, wird zukünf­tig ledig­lich ein Mit­ar­bei­ter benö­tigt.  Es han­delt sich um Flä­chen, die aus ver­schie­de­nen Grün­den sowie­so kurz gehal­ten wer­den müs­sen. Der Unter­schied, ob die Flä­che mit einem gewöhn­li­chen Rasen­mä­her, oder mit dem Robo­ter bear­bei­tet wird, erschließt sich mir nicht, da die Flä­che des­we­gen nicht öfter gemäht wird.

Jür­gen Spiel­mann

Wenn dies zutrifft, was Sie behaup­ten, müss­te man gene­rell auf Rasen­mä­her ver­zich­ten und die grü­nen Oasen der Genein­de mit einer Sche­re auf eng­li­sche Rasen­hö­he trim­men. Wenn Sie dies für die gemeind­li­chen Flä­chen über­neh­men wol­len, dür­fen Sie dies ger­ne tun. Eine adäqua­te Ver­gü­tung kann ich Ihnen dafür aber lei­der nicht anbie­ten.

Fabi­an Fehl

… Was aber The­men wie Kat­zen­kas­tra­ti­on, Umwelt­schä­di­gun­gen durch Mäh­ro­bo­ter oder „Licht­ver­schmut­zung“ betrifft, so muss ich Ihnen sagen, dass mein Fokus als Bür­ger­meis­ter nicht auf die­sen The­men lie­gen wird.

TiNa-Frage

Zur Zeit wer­den die Beleuch­tungs­an­la­gen in der Gemein­de auf ener­gie­spa­ren­de Tech­nik umge­rüs­tet. Das The­ma Licht­ver­schmut­zung ist schon lan­ge bekannt, wird dabei aber nicht berück­sich­tigt. Wel­ches Kon­zept schla­gen Sie für eine umwelt­freund­li­che­re Stra­ßen­be­leuch­tung vor?

Dani­ca Rad­tke

Mit dem The­ma Licht­ver­schmut­zung habe ich mich ehr­lich gesagt, noch nicht aus­gie­big genug aus­ein­an­der­ge­setzt, um dazu Stel­lung neh­men zu wol­len.

Chris­ti­an Götz

Ich sehe deut­li­ches Poten­zi­al bei der Nacht­aus­schal­tung der Stra­ßen­be­leuch­tung. Dies muss aller­dings mit dem Sicher­heits­be­dürf­nis der Bevöl­ke­rung und den recht­li­chen Rah­men­be­din­gung ein­her gehen. Vor vie­len Jah­ren hat­te die Gemein­de Birstein nachts die Stra­ßen­la­ter­nen für meh­re­re Stun­den aus­ge­schal­tet. Nach­dem die Haus­ein­brü­che in der Gemein­de deut­lich zuge­nom­men hat­ten, wur­de die­se Ent­schei­dung wie­der rück­gän­gig gemacht. Seit­dem leuch­ten die Later­nen wie­der die gesam­te Nacht. Ich den­ke aller­dings, dass man einen neu­er­li­chen Ver­such wagen könn­te. Eine Mehr­heit für die­se Idee in dem gemeind­li­chen Gre­mi­en vor­aus­ge­setzt

Jür­gen Spiel­mann

Das The­ma Licht­ver­schmut­zung ist mir aus Groß­städ­ten bekannt und dort auch akut pro­ble­ma­tisch. Wenn Sie der Ansicht sind, dass man in der Gemein­de Birstein den Ster­nen­him­mel nicht mehr sehen kann, emp­feh­le ich Ihnen, dies ein­mal an Tagen zu pro­bie­ren, an denen der Him­mel nicht bewölkt ist.

TiNa-Frage

Wel­ches Kon­zept kön­nen Sie sich vor­stel­len, um ein umwelt­freund­li­ches und natur­na­hes Ver­hal­ten der Birstei­ner Bür­ger zu unter­stüt­zen und zu för­dern?

Dani­ca Rad­tke

Umwelt­schutz muss von allen gelebt wer­den und kann nicht die Auf­ga­be von ein­zel­nen Per­so­nen sein. Alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger müs­sen gemein­sam dazu bei­tra­gen. Damit das gelingt, müs­sen auch alle für das The­ma sen­si­bi­li­siert wer­den.

Damit das gelingt, möch­te ich umfang­rei­che Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen machen, die von der Gemein­de unter­stützt wer­den. Auf Tier- und Natur­schutz­ta­gen sol­len gro­ße und klei­ne Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ler­nen und dar­an erin­nert wer­den, wie sie sich umwelt­freund­lich ver­hal­ten kön­nen.

Chris­ti­an Götz

Es wird auf Grund­la­ge der aktu­el­len Dis­kus­sio­nen ver­mehrt öffent­li­che För­der­pro­gram­me ins­be­son­de­re für die­sen The­men­be­reich geben. Mei­ne Über­zeu­gung ist, dass man Bür­ge­rin­nen und Bür­ger durch finan­zi­el­le Anrei­ze am Bes­ten unter­stüt­zen kann. Das gilt für ener­ge­ti­sche Sanie­run­gen eben­so wie für den öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr und vie­le ande­re Aspek­te des Natur- und Umwelt­schut­zes.

Jür­gen Spiel­mann

Ich bin der Ansicht, dass sich die Birstei­ner Bür­ger bereits über­wie­gend umwelt­freund­lich und natur­nah ver­hal­ten, von weni­gen Aus­nah­men abge­se­hen. Wenn Sie dies anders sehen, bit­te ich um kon­kre­te Bei­spie­le und rea­lis­ti­sche Lösungs­mög­lich­kei­ten. Die Gemein­de Birstein soll nach mei­ner Vor­stel­lung ein Lebens­raum für ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te Men­schen sein, kein öko­lo­gi­sches Reser­vat, in dem der Mensch nur ein wider­wil­lig gedul­de­ter Gast ist.

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