Was wir tun

Meise

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Wildtierschutz? Die sinnvollste Art und Weise, Wildtiere zu schützen, besteht in der Aufklärung, denn was die Menschen nicht kennen, schützen sie nicht.

Zunächst müssen wir uns stets vor Augen halten: Wildtiere brauchen uns Menschen nicht, aber wir brauchen sie. Anders als domestizierte Tiere (wie beispielsweise Hunde oder Hauskatzen), die schon viele tausend Jahre mit dem Menschen leben und in freier Wildbahn nicht mehr überleben könnten, sind Wildtiere nicht direkt auf uns angewiesen.

“Warum müssen wir sie also schützen?”, fragen Sie sich vielleicht.

Junger Igel

Wildtierschutz bedeutet genau genommen, dafür zu sorgen, dass die Tiere sich ungestört und frei bewegen können, und zwar in ihrem gewohnten Lebensraum. Da wir diesen aber maßgeblich mit benutzen, ist es unsere Aufgabe, ihn weitestgehend so zu erhalten, dass Wildtiere sich darin heimisch und wohlfühlen können und er ihren Bedürfnissen entspricht. Das kann auch bedeuten, dass wir Lebensraum, den wir ihnen genommen haben, wieder neu schaffen müssen.

Unser Ziel

Unser Ziel besteht darin, möglichst viele Menschen wieder zum Hinsehen zu bewegen, sie auf das Leben, das sie mittelbar und unmittelbar umgibt, aufmerksam zu machen, um das Bewusstsein zu schärfen, wo wir schädlich in Lebensraum eingreifen und wo wir ihn ohne Aufwand erhalten oder neu schaffen können. Wir wünschen uns, dass Menschen wieder im Einklang mit den Tieren leben, statt sie, zum Teil unwissentlich, aus ihrem heimischen Umfeld zu verdrängen.

Kleine Beispiele

Wissen Sie, wie wichtig selbst kleinste Tiere für das gesamte Ökosystem sind, in dem Sie leben? Und wissen Sie, wie Sie es schützen und fördern können und somit auch sich selbst und Ihre eigene Lebensqualität?

Biene an Borretsch

Wissen Sie, wie viel Leben sich alleine in Ihrem Garten abspielt, und wie wichtig es für uns Menschen ist? Bereits mit der Auswahl der Pflanzen vor dem Fenster können Sie Wildtierschutz betreiben, indem Sie beispielsweise Bienen, Schmetterlingen und weiteren Insekten notwendige Nahrung liefern. Zum Dank tun diese ihre Arbeit, indem sie für den Fortbestand anderer, lebenswichtiger Pflanzen sorgen oder als natürliche Schädlingsbekämpfer fungieren, sodass wir uns wiederum ungesunde Chemikalien sparen können, die später im Grundwasser oder in unserer Nahrung landen würden.

Wissen Sie, wie viele unscheinbare und im Verborgenen tüchtig arbeitende Helfer einen Unterschlupf in aufgehäuften Gartenabfällen finden, wenn sie über längere Zeit liegen bleiben? Viele dieser Haufen werden nach einigen Wochen abgebrannt und mit ihnen ganze Familien von Tieren, die in dieser Zeit darin ein Zuhause gefunden und Junge zur Welt gebracht haben.

Wissen Sie, was achtlos aus dem Auto geworfener oder in der Natur liegen gelassener Müll anrichten kann? Dass beispielsweise Vögel zum Nestbau auch Plastik verwenden, das Wasser nicht abfließen lässt, sodass junge Vögel bei Regen darin ertrinken können?

Wissen Sie, zu welcher Jahreszeit man Streifzüge durch Wälder, abseits von Wanderwegen unbedingt vermeiden sollte, um große Wildtiere nicht zu stressen, weil sie daran sterben können?

Tigerschnegel

Und wissen Sie, zu welcher Tageszeit die Gefahr von Wildwechsel auf unseren Straßen am höchsten ist?

Karde

Dieser und vieler weiterer Fragen nehmen wir uns an, gehen ihnen nach und wünschen uns ein offenes Ohr. Oft ist es nämlich nur Unwissenheit, aus der heraus Fehler gemacht werden und Tieren geschadet wird, wo man das eigentlich gar nicht möchte. Denn diese Schäden fallen früher oder später auch auf uns Menschen zurück.

Was Sie tun können
Werden Sie beispielsweise Teil von TiNa UVB e. V.. Als Mitglied helfen Sie bereits automatisch mit Ihrem jährlichen Beitrag. Auch Spenden für Aktionen zur Aufklärung, konkret für den Wildtierschutz (zum Beispiel Brutästen, Nistkästen, etc.) sind immer herzlich willkommen.

Schließen Sie sich unserer Arbeitsgruppe Wildtiere an und arbeiten Sie aktiv mit. Bleiben Sie aufmerksam und bewegen auch Freunde und Familie zum Nachdenken und Handeln. Alles ist besser als wegzusehen, denn was einmal auch unbeabsichtigt zerstört ist, ist, wenn überhaupt, nur sehr langsam und mühevoll wieder aufzubauen.

In diesem Sinne: Auf eine glückliche und erfolgreiche Zusammenarbeit mit unserer spannenden Natur.

Ihre AG Wildtiere