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09.04.2026 – Katzenaids und Katzenleukose; Untersuchungen bei Vermittlungskatzen
Immer wieder werden wir gefragt, ob unsere Vermittlungskatzen auf FIV (Katzenaids) und FeLV (Katzenleukose) getestet werden.
Die kurze Antwort:
Nicht pauschal bei jeder Katze. Und das hat gute Gründe. Lesen Sie sie hier.
08.04.2026 – Katzenkolonie außer Kontrolle: Wie falsch verstandene Tierliebe in Bad Orb ein wachsendes Problem schafft
Was sich entlang der Bahngleise der Kleinbahn in Bad Orb abspielt, wirkt auf den ersten Blick fast idyllisch, besonders in der Dämmerung. Schatten huschen durch das Gras, Augenpaare blitzen im Zwielicht. Doch hinter diesem Bild verbirgt sich eine Entwicklung, die zunehmend außer Kontrolle gerät.
Seit geraumer Zeit hat sich dort eine große Population verwilderter Katzen angesiedelt. Der Grund dafür ist ebenso simpel wie problematisch: Eine Bürgerin versorgt die Tiere regelmäßig mit großen Mengen Futter, direkt auf den Bahngleisen. Was gut gemeint ist, hat gravierende Folgen. Die Tiere vermehren sich ungehindert, angelockt durch das ständige Nahrungsangebot. Aus einzelnen Streunern ist längst eine Kolonie geworden.
Doch die Katzen sind nicht allein. Wo Futter im Überfluss vorhanden ist, lassen andere Fleischfresser nicht lange auf sich warten. Die Gleise werden so zu einem Sammelpunkt verschiedenster Tiere, sehr zum Unmut der Anwohner und mit wachsender Sorge bei den Behörden. Hygieneprobleme, Lärmbelästigung und mögliche Gefahren für Mensch und Tier sind die Konsequenz.
Mehrere Tierschutzvereine versuchen seit Jahren, die Situation einzudämmen – mit großem Engagement, aber begrenztem Erfolg. Immer wieder werden Katzen eingefangen, kastriert und medizinisch versorgt. Allein seit Ende Januar konnten durch die Zusammenarbeit von Katzenzuhause e.V. und Tier- und Naturschutz Unterer Vogelsberg e.V. (TiNa) sowie engagierten Helfern 18 Tiere behandelt werden. Unterstützt wurden die Vereine dabei nicht nur von weiteren engagierten Bürgerinnen aus Bad Orb, die regelmäßig die aufgestellten Lebendfallen kontrollierten und die gefangenen Tiere zum Tierarzt brachten, sondern auch vom Ordnungsamt Bad Orb, das die Maßnahmen begleitete.
Ein wichtiger Schritt, doch bei weitem nicht genug.
Denn das eigentliche Problem bleibt bestehen: Solange regelmäßig Futter ausgelegt wird, wächst die Population weiter. Schätzungen zufolge leben noch rund 20 unkastrierte Katzen in diesem Bereich. Und die Zeit arbeitet gegen die Helfer. Mit Beginn des Frühjahrs sind viele Tiere bereits trächtig, ein Zustand, der notwendige Kastrationen vorerst unmöglich macht.
So steht Bad Orb vor einem klassischen Dilemma zwischen Mitgefühl und Verantwortung. Was als Akt der Fürsorge begann, hat eine Dynamik entwickelt, die nun schwer zu stoppen ist. Erst im Herbst sollen die Maßnahmen fortgesetzt werden. Doch bis dahin könnte sich das Problem weiter verschärfen.
Die Szene an den Bahngleisen ist längst kein romantisches Naturbild mehr. Sie ist ein stilles Warnsignal dafür, wie schnell gut gemeinte Hilfe in ihr Gegenteil umschlagen kann.
07.04.2026 – Ein kleiner Kämpfer – leider hat er es nicht geschafft
Am Donnerstag Abend erreichte uns ein Anruf von Bürgermeister Dominik Brasch: Die Polizei hatte ihn informiert, dass in Katholisch Willenroth (Bad Soden-Salmünster) ein neugeborenes Kätzchen auf der Wache abgegeben wurde. Es war auf einem Bauernhof gefunden worden, wo die Mutterkatze es entweder nicht angenommen hatte, oder sie bei der Geburt empfindlich gestört worden war – wir wissen es nicht.
Wir sind umgehend losgefahren und haben das Kätzchen auf der Wache in Bad Orb abgeholt. Leider war unsere Tierärztin gerade im Urlaub, daher haben wir es unserem befreundeten Tierschutzverein „Katzenzuhause“ in Biebergemünd übergeben. In der dortigen Vet-Praxis stellte sich heraus, dass es ein kleiner Kater war, der am selben Tag geboren worden war. Ein kleiner Kämpfer, der erst einmal gierig am Sauger zog und die angebotene Spezialmilch trank. Fest stand, dass in dem Zustand intensive Pflege notwendig war. Alle zwei Stunden musste das winzige Wesen gefüttert werden, das ab sofort in einem Brutkasten warm gehalten wurde.
Das Team der Praxis nannte ihn Calimero und kümmerte sich drei Tage lang liebevoll und mit großem Aufwand um das kleine Wesen in der Hoffnung, die fehlende Mutter ersetzen zu können – leider ohne Erfolg. Vergangene Nacht ist er friedlich eingeschlafen. Er war einfach viel zu jung, um ohne Mutter eine Überlebenschance zu haben.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Verein „Katzenzuhause“ und die „Vet-Praxis“ in Biebergemünd für die gute Zusammenarbeit und den aufopferungsvollen Versuch, das kleine Katzenleben zu retten!
Calimeros Schicksal zeigt wieder einmal, wie wichtig es ist, dass Katzen sich nicht unkontrolliert vermehren dürfen. Ihr Leid bleibt oft im Verborgenen, weil sie in verlassenen Gebäuden, in Scheunen oder irgendwo im Gebüsch zur Welt kommen und zusammen mit ihren Müttern ihrem Schicksal überlassen sind. Deshalb ist die Verpflichtung Freigänger zu kastrieren so wichtig. Bad Soden-Salmünster hat Anfang März eine entsprechende Katzenschutzverordnung verabschiedet. Sie verpflichtet Katzenbesitzer zur Kastration und Kennzeichnung ihrer Freigängerkatzen.
Wir fordern alle Katzenbesitzer auf ihre Katzen kastrieren und registrieren zu lassen!
03. März 2026 – Spendenaktion Partner der Region der VR Bank Fulda
TINA setzt sich seit vielen Jahren für die Kastration herrenloser Katzen ein. Durch gezieltes Einfangen von Wildlingen werden die Tiere tierärztlich versorgt und kastriert. Je nach Gesundheitszustand und Verhalten kommen sie anschließend in Pflegestellen oder werden an ihrem angestammten Ort wieder freigelassen. So wird eine unkontrollierte Vermehrung verhindert, Krankheiten werden reduziert und das Leid der Tiere nachhaltig gemindert.
Das Projekt „Partner der Region“ der VR Bank Fulda trägt aktiv dazu bei, das Elend verwilderter Katzenpopulationen langfristig einzudämmen und den Tierschutz in der Region zu stärken.
Machen Sie mit bis zum 15. November 2026 und unterstützen Sie uns im Kampf für die Samtpfoten. Hier klicken und helfen!
Herzlichen Dank!
Interessiert an TiNa-Aktionen aus der Vergangenheit? Dann geht’s hier entlang.
