14.04.2026 – Jahreshauptversammlung
TiNa hat im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung auf ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr zurückgeblickt. Der erste Vorsitzende Bernd Casper begrüßte die anwesenden Mitglieder in den Räumen der Praxis Ulrike Schott und berichtete über zahlreiche Aktivitäten im Bereich Katzen und Wildtierschutz:
Im vergangenen Jahr konnten insgesamt 123 Katzen eingefangen und kastriert werden. Die Tiere wurden anschließend entweder vermittelt oder, wenn nicht vermittelbar, wieder an ihren angestammten Ort zurückgebracht. Des Weiteren beschäftigt sich der Verein nach wie vor intensiv mit der Einführung von Katzenschutzverordnungen, ein Thema, das sich weiterhin als schwierig erweist, da hierfür noch immer umfangreiche Überzeugungsarbeit bei Kommunen und Behörden notwendig ist.
Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit gab es Veränderungen: Andrea Kaiser und Chiara Gerlach übernahmen diesen Aufgabenbereich, nachdem Uschi Hugo und Susanne Klocke ihre langjährige Tätigkeit beendet hatten. TiNa dankte Letzteren ausdrücklich für ihr großes Engagement – wir berichteten.
Erfolgreich verlief zudem die Teilnahme am Weihnachtsmarkt in Birstein mit einer Tombola. Außerdem wurden zwei Workshops an Fahrschulen zum Thema Wildunfälle gehalten. Die Kitzrettung war erstmals auf der KitzCon in München vertreten und auch die Zusammenarbeit mit FreiKitz funktioniert weiterhin sehr gut.
Bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen wurde der bestehende Vorstand erneut im Amt bestätigt. Neu gewählt wurde jedoch die Tierärztin Jasmine Frühling-Winter als 1. Beisitzerin. Sie folgt auf Andrea Kaiser, die nicht erneut kandidierte. Frühling-Winter ist in der Praxis Schott tätig und wird den Verein künftig mit ihrer fachlichen Expertise unterstützen.
Darüber hinaus beschlossen die Mitglieder einstimmig eine Satzungsänderung, die künftig eine Einzelvertretung des Vereins per Vorstandsbeschluss ermöglicht.
Zum Abschluss der Versammlung informierte Bernd Casper noch über die Bedeutung der Meldung von Fundtieren bei den jeweiligen Gemeinden: Nur so könne der tatsächliche Bedarf für Katzenschutzverordnungen sichtbar gemacht werden. Außerdem erinnerte er an die aktuell laufende Brut und Setzzeit und appellierte an alle Mitglieder, für einen sensiblen Umgang mit Wildtieren zu werben.
09.04.2026 – Katzenaids und Katzenleukose; Untersuchungen bei Vermittlungskatzen
Immer wieder werden wir gefragt, ob unsere Vermittlungskatzen auf FIV (Katzenaids) und FeLV (Katzenleukose) getestet werden.
Die kurze Antwort:
Nicht pauschal bei jeder Katze. Und das hat gute Gründe. Lesen Sie sie hier.
08.04.2026 – Katzenkolonie außer Kontrolle: Wie falsch verstandene Tierliebe in Bad Orb ein wachsendes Problem schafft
Was sich entlang der Bahngleise der Kleinbahn in Bad Orb abspielt, wirkt auf den ersten Blick fast idyllisch, besonders in der Dämmerung. Schatten huschen durch das Gras, Augenpaare blitzen im Zwielicht. Doch hinter diesem Bild verbirgt sich eine Entwicklung, die zunehmend außer Kontrolle gerät.
Seit geraumer Zeit hat sich dort eine große Population verwilderter Katzen angesiedelt. Der Grund dafür ist ebenso simpel wie problematisch: Eine Bürgerin versorgt die Tiere regelmäßig mit großen Mengen Futter, direkt auf den Bahngleisen. Was gut gemeint ist, hat gravierende Folgen. Die Tiere vermehren sich ungehindert, angelockt durch das ständige Nahrungsangebot. Aus einzelnen Streunern ist längst eine Kolonie geworden.
Doch die Katzen sind nicht allein. Wo Futter im Überfluss vorhanden ist, lassen andere Fleischfresser nicht lange auf sich warten. Die Gleise werden so zu einem Sammelpunkt verschiedenster Tiere, sehr zum Unmut der Anwohner und mit wachsender Sorge bei den Behörden. Hygieneprobleme, Lärmbelästigung und mögliche Gefahren für Mensch und Tier sind die Konsequenz.
Mehrere Tierschutzvereine versuchen seit Jahren, die Situation einzudämmen – mit großem Engagement, aber begrenztem Erfolg. Immer wieder werden Katzen eingefangen, kastriert und medizinisch versorgt. Allein seit Ende Januar konnten durch die Zusammenarbeit von Katzenzuhause e.V. und Tier- und Naturschutz Unterer Vogelsberg e.V. (TiNa) sowie engagierten Helfern 18 Tiere behandelt werden. Unterstützt wurden die Vereine dabei nicht nur von weiteren engagierten Bürgerinnen aus Bad Orb, die regelmäßig die aufgestellten Lebendfallen kontrollierten und die gefangenen Tiere zum Tierarzt brachten, sondern auch vom Ordnungsamt Bad Orb, das die Maßnahmen begleitete.
Ein wichtiger Schritt, doch bei weitem nicht genug.
Denn das eigentliche Problem bleibt bestehen: Solange regelmäßig Futter ausgelegt wird, wächst die Population weiter. Schätzungen zufolge leben noch rund 20 unkastrierte Katzen in diesem Bereich. Und die Zeit arbeitet gegen die Helfer. Mit Beginn des Frühjahrs sind viele Tiere bereits trächtig, ein Zustand, der notwendige Kastrationen vorerst unmöglich macht.
So steht Bad Orb vor einem klassischen Dilemma zwischen Mitgefühl und Verantwortung. Was als Akt der Fürsorge begann, hat eine Dynamik entwickelt, die nun schwer zu stoppen ist. Erst im Herbst sollen die Maßnahmen fortgesetzt werden. Doch bis dahin könnte sich das Problem weiter verschärfen.
Die Szene an den Bahngleisen ist längst kein romantisches Naturbild mehr. Sie ist ein stilles Warnsignal dafür, wie schnell gut gemeinte Hilfe in ihr Gegenteil umschlagen kann.
03. März 2026 – Spendenaktion Partner der Region der VR Bank Fulda
TINA setzt sich seit vielen Jahren für die Kastration herrenloser Katzen ein. Durch gezieltes Einfangen von Wildlingen werden die Tiere tierärztlich versorgt und kastriert. Je nach Gesundheitszustand und Verhalten kommen sie anschließend in Pflegestellen oder werden an ihrem angestammten Ort wieder freigelassen. So wird eine unkontrollierte Vermehrung verhindert, Krankheiten werden reduziert und das Leid der Tiere nachhaltig gemindert.
Das Projekt „Partner der Region“ der VR Bank Fulda trägt aktiv dazu bei, das Elend verwilderter Katzenpopulationen langfristig einzudämmen und den Tierschutz in der Region zu stärken.
Machen Sie mit bis zum 15. November 2026 und unterstützen Sie uns im Kampf für die Samtpfoten. Hier klicken und helfen!
Herzlichen Dank!