04.12.2025 – Wildlebende Katzen: Fundtiere oder nicht? Wir klären über die rechtliche Situation auf.
In der Vergangenheit stellte sich immer wieder die Frage und in manchen Gemeinden wird daher noch immer behauptet, Katzen, die ohne Kontakt zu Menschen leben und sich „wild“ vermehren, seien keine Fundtiere.
Manchmal wird sogar argumentiert, es könnte sich um „Wildkatzen“ handeln. Das stimmt biologisch allerdings nicht.
Die Europäische Wildkatze (Felis silvestris) ist eine eigene Art. Sie lebt vollkommen selbstständig in der Natur und braucht den Menschen nicht. Die Tiere, um die es hier geht, sind jedoch verwilderte Hauskatzen, denen jegliches Rüstzeug fehlt, um in der Natur eigenständig überleben zu können.
Was es mit der Behauptung auf sich hat, wildlebende Katzen seien keine Fundtiere, wie die rechtliche Situation tatsächlich aussieht und was für Auswirkungen das strittige Thema unter Anderem auf Gemeinden und Ordnungsämter hat, schildern wir ausführlich in unserer Rubrik „Triftig erklärt“.
29.-30.11.2025 – TiNa zurück auf dem Birsteiner Weihnachtsmarkt – mit kleinerem Platz, aber großer Wirkung
Nach einer Pause im vergangenen Jahr war TiNa 2025 endlich wieder auf dem Birsteiner Weihnachtsmarkt vertreten. Zwar fand unser Stand diesmal nicht wie gewohnt im Gemeinde-Saal, sondern auf deutlich kleinerem Raum im Pfarrhaus statt – unserer Aktivität und Freude am Engagement tat das jedoch keinen Abbruch.
Wie viele Besucher aus den Vorjahren bereits wussten, konnten sie sich auch diesmal auf Bewährtes freuen: eine große Tombola, jede Menge Informationen über unsere Vereinsarbeit sowie nette Gespräche bei Glühwein und selbstgebackenen Plätzchen.
Eine Tombola, die Herzen höherschlagen ließ
Schon im Vorfeld zeigte sich der fantastische Zusammenhalt innerhalb des Vereins. Unser Mitglied Gina schaffte es erneut, beeindruckende 500 Preise von Mitgliedern und Sponsoren zu sammeln. Dadurch wurde jedes dritte Los zum Gewinn – und die Tombola zu einem echten Publikumsmagneten. Hauptgewinn war dieses Jahr ein Tisch-Pizzaofen.
Der Erlös kann sich sehen lassen: 1.225 € aus der Tombola sowie 40 € an Spenden kamen zusammen. Ein großes Dankeschön an Gina und alle großzügigen Unterstützer!
Starker Einsatz für einen lebendigen Stand
Auch organisatorisch lief alles rund. Unsere Beisitzerin Andrea Kaiser hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Stand an beiden Tagen optimal zu besetzen. Dank ihres Engagements konnten insgesamt zwölf Mitglieder vor Ort sein, Fragen beantworten, informieren und mit den Standbesuchern ins Gespräch kommen. Die Stimmung war fröhlich und weihnachtlich – und unser Team mittendrin.
Vorfreude auf 2026
Wir blicken dankbar auf ein gelungenes Wochenende zurück und freuen uns schon heute auf den Weihnachtsmarkt 2026.
TiNa wünscht allen Tierfreunden, Spendern und Unterstützern eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit!
23.11.2025 – Wunschbaum-Aktion im Fressnapf Schlüchtern!
Dieses Jahr dürfen wir Wunschzettel im Fressnapf in Schlüchtern an den Weihnachtsbaum hängen. Es kommt einiges zusammen, was die Fellnasen auf unseren Pflegestellen tagtäglich brauchen, und einen Teil davon wünschen wir uns dieses Jahr zu Weihnachten. Fressnapf bietet uns dafür eine Möglichkeit. Wir freuen uns deshalb riesig über jedes Geschenk für unsere Katzen – Futter, Leckerlis oder Spielzeug.
Holt euch einfach einen Wunschzettel vom Baum oder wählt eine der vorbereiteten Tüten aus.
Jede Spende hilft unseren Katzen direkt!
Danke euch von Herzen – gemeinsam schenken wir Wärme.
Euer TiNa-Team
19.11.2025 – Katzenbabys an den Hirschbornteichen ausgesetzt – nicht das erste Mal
Mehrfach klingelte das Telefon während der Fahrt nach Schlüchtern, wo Elke Pfahls von der Tierhilfe Gelnhausen e. V. Interessenten für einen Hund besuchen wollte. Am Zielort angekommen, erfuhr sie von den aufgeregten Anrufern, dass sie drei kleine Katzen gefunden hätten, ganz allein und schon völlig entkräftet und klamm von der Kälte.
Was war passiert: Die Familie aus Salmünster wollte am Sonntag Nachmittag an den Hirschbornteichen mit ihrem Hund spazieren gehen, als dieser auf einmal anzog und so das Ehepaar auf die Kätzchen aufmerksam machte. Das Kleinste kam dann auch schon maunzend aus einem Gebüsch auf die Frau zu und es dauerte nicht lange, bis auch Kätzchen zwei und drei ausfindig gemacht wurden. Die Suche nach der zugehörigen Mutter oder weiteren Kätzchen war erfolglos. Als Katzenhalter wusste das Ehepaar, dass hier Hilfe geboten war und brachte die jammernden Kleinen sofort nach Hause ins Warme. Auf das angebotene Futter stürzten sie sich eifrig und tauten langsam auf.
Noch am selben Abend holte Elke Pfahls die drei kleinen Kater bei der Familie ab, die tatsächlich erst 6 Wochen alt waren und die Nacht auf keinen Fall draußen überlebt hätten. Das war wirklich Rettung in letzter Minute, zumal es auch schon dunkel wurde. Bei der Tierhilfe Gelnhausen werden die kleinen Tiger jetzt mit Aufzuchtmilch und Babyfutter versorgt, entwurmt und aufgepäppelt, bis sie in eine eigene Familie ziehen können.
Bei einem Gespräch mit Bernd Casper vom Verein TiNa UVB e. V. kristallisierte sich heraus, dass in den vergangenen zwei Jahren schon zweimal ausgesetzte Katzenwürfe in der Nähe der Hirschbornteiche gefunden wurden. Der Verein überlegt daher, Anzeige zu erstatten, denn das Aussetzen von Tieren ist eine Straftat.
Bernd Casper und Elke Pfahls appellieren an alle Katzenhalter, ihre Katzen vor dem ersten Freigang kastrieren zu lassen, beim Einfangen von verwilderten Hauskatzen und deren Kastrationskosten können die Vereine gerne unterstützen. In vielen Gemeinden gibt es schon eine Katzenschutzverordnung, die Kastration und Registrierung von Freigängern vorschreiben. Dieses Instrument zur Eindämmung unkontrollierter Katzenvermehrung wird von den Vereinen sehr begrüßt.
Ungewollte Würfe sollten auf keinen Fall ausgesetzt, sondern frühzeitig den örtlichen Vereinen gemeldet werden, damit eine Vermittlung in liebevolle Familien gewährleistet werden kann. Die Vereine werden jedes Jahr mit einer Flut von bereits halbwüchsigen, scheuen Katzen überrollt, die niemand mehr aufnehmen möchte und die im nächsten Frühjahr schon wieder selbst Jungtiere auf die Welt bringen.
Bild und Text: Elke Pfahls