Klein, aber giftig

Texte: Anke Feil

Egal ob auf der Skipiste, am Strand, im Stadtpark oder auf dem Spielplatz, man findet sie überall: Die achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen. Doch was für viele eine Kleinigkeit ist, summiert sich im Ganzen auf die unglaubliche Zahl von 4500 Millarden jährlich weggeworfener Kippen. Bei der Belastung der Umwelt durch Abfall spielen Zigarettenstummel damit zahlenmäßig die größte Rolle weltweit.

Im Land der überall präsenten Mülltonnen und im Land der Mülltrennung sollten es alle besser wissen: Zigarettenkippen gehören in den Restmüll. Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen sind Müll und schädigen die Umwelt erheblich. Beide Bestandteile eines Zigarettenstummels sind umweltschädlich.

Filter und Tabakrest

Die Filter bestehen aus Celluloseacetat, das sich z. B. im Süßwasser erst nach zehn bis 15 Jahren abbaut. Meeresschutzorganisationen gehen sogar von bis zu 400 Jahren Abbauzeit aus. Während die Filter eigentlich ungiftig sind, so ist dies nach dem Rauchen nicht mehr der Fall. In den Filtern sammeln sich bis zu 4000 giftige und krebserzeugende Substanzen an. Dazu gehören neben Nikotin auch Arsen und Schwermetalle wie Blei, Kupfer, Chrom und Cadmium.

Auch der Tabakrest mit seinen vielen Zusatzstoffen machen die kleinen Zigarettenreste zu Sondermüll, der keineswegs harmlos ist. Über die Tabakreste in Zigarettenkippen wird unter anderem Nikotin freigesetzt, ein toxisches Alkaloid. Nikotin ist ein Nervengift und war früher als Insektizid in Gebrauch, zur Bekämpfung von Blattläusen zum Beispiel. Die Nutzung wurde auf Grund gesundheitsschädigender Wirkung verboten.

Welche Gefahren gehen nun direkt von den Kippen aus?

Bei Kleinkindern kann schon ein verschluckter Zigarettenstummel zu ernsten Vergiftungserscheinungen wie starke Übelkeit, Erbrechen und auch Durchfall führen. Einige Haus- und Wildtiere halten die Filter leicht für Nahrung und verzehren sie mit zum Teil den gleichen fatalen Folgen.

Schon ein Zigarettenstummel pro Liter Wasser macht Fischen den Garaus*. Die Hälfte ihrer Fische starb, als Forscher die Tiere vier Tage lang in Wasser hielten, in dem zuvor für einen Tag eine Kippe pro Liter geschwommen war. Gelangen Kippen mit ihren Schadstoffen über das Oberflächengewässer in Grundwasser, Flüsse und Meere, ist es durchaus plausibel, dass die Schadstoffe so auf Mensch und Tiere wirken und auch zu einer schleichenden Vergiftung der Umwelt beitragen.

Beinahe an jedem Ort des Planeten findet man Zigarettenstummel. Sie beeinflussen das Leben von Mensch, Tier und Pflanze. Man findet sie sogar im Magen-Darm-Trakt von Fischen, Vögeln, Walen, Meeresschildkröten und Landsäugetieren.

Öffentliche Straßen werden gereinigt. Insbesondere Zigarettenkippen sind dabei ein „schwerer Fall“. Abwasserreinigungsanlagen müssen Massen an Filter und Schadstoffen herausfiltern. All dies verursacht unnötige Kosten, die die Gemeinschaft tragen muss.

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Die Lösung ist einfach

In die Mülltonne

Wir finden die Lösung dieses Problems sehr einfach: Liebe Raucher, bitte entsorgen Sie ihre Zigarettenkippen im Restmüll. Falls Sie mal keinen Mülleimer finden, sorgen Sie vor und nutzen Sie einen Taschenbecher.
Einen besonders hübschen Taschenaschenbecher mit TiNa-Logo können Sie bei uns ab einer Spende von € 10,- bekommen. Beim öffnet klappt sich ein kleiner Halter heraus, auf dem die Zigarette abgelegt werden kann. Einmal geschlossen, entlässt der kleine Aschenbecher keinen Geruch und kann deshalb auch bequem in der Tasche getragen werden. In der eleganten Box eignet er sich auch hervorragend als Geschenk. Schreiben Sie uns an.

Unterstützer

Das Projekt „Kippen schnippen“ wird freundlich unterstützt von PrintPlanet und dem Golfplatz Altenstadt.