Hilfe für die kleinen Helfer

Texte und Bilder: Daniel Bläser

Wer kennt noch die Zeiten, wo man im Sommer mit dem Auto fuhr und die Scheibe voller Insekten war? Das kommt heutzutage kaum noch vor und zeigt leider, dass die Anzahl der Insekten sehr stark zurück gegangen ist.

Nachdem ich im Baumarkt vor Ort zwei Insektenhotels kaufte und vom hohen Preis überrascht war, wuchs in mir der Gedanke, selbst eines zu bauen. Als Idee hatte ich ein Eltern/Kind Projekt. Im Internet gibt es ganz viele Infos dazu, ich möchte ein wenig von meinen persönlichen Erfahrungen berichten.

In der Mitte haben hinter Draht einige Tannenzapfen Einzug gehalten. Das ist ein Punkt, den ich mit dem heutigen Wissen nicht mehr empfehlen würde. Wenn eine Nutzung erfolgt, dann von Marienkäfern, Ohrwürmern oder Florfliegen. Florfliegen und Marienkäfer vertilgen Blattläuse. Die Florfliege verträgt sich nicht mit den Wildbienen, da sie denen die mühsam gesammelten Pollen stiehlt. Also Zapfen z.B. besser in einem Netz separat dort anbringen wo Blattläuse vorhanden sind aber nicht als Bestandteil des Hotels.

In den beiden anderen Etagen haben wir Holzscheiben auf die richtige Länge gesägt und mit einem Bohrer mit Löchern versehen. Ich konnte beobachten, dass nur Löcher mit einem Durchmesser von 3 bis 6 mm genutzt werden. Dort fliegen die Wildbienen hinein, legen ihre Eier ab und verschließen die Öffnung.

Zwischen die Baumscheiben habe ich hohle Pflanzenstängel gesteckt. Dadurch fallen die Scheiben nicht heraus aber genutzt werden sie bisher nicht. Vielleicht sind die Ränder der Stängel nicht sauber genug. Ich habe gelesen, dass die Insekten diese mit ausgefransten Rändern nicht nutzen können. Am besten sägt man sie also mit einer feinen Säge (eine Pflanzenschere würde zu Quetschungen führen und die Öffnungen verkleinern). Bambus Röhrchen sind ebenfalls sehr geeignet.

der Bau hat viel Spaß gemacht und als erster Versuch waren ein paar Fehler kein Beinbruch. Bei schönem Wetter trinke ich meinen Kaffee nur noch mit Blick auf das Insektenhotel und beobachte das Geschehen dort. Mir war vorher nicht bewusst, dass es so schöne Wildbienen gibt!
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